Montag, 29. August 2016

Eislöwen zeigen weiter ihr Herz für Kommerz!

Dresden lässt sich von Müller weiter schön den (Eis)Bären aufbinden...

Die Zuschauerzahlen sind seit Jahren beim Heimturnier rückläufig. Natürlich liegt das (auch) an den Temperaturen und Gegenveranstaltungen, aber vor allem daran, dass Jahr für Jahr der Reiz schwindet. Business blüht, Sitzplätze füllen läuft, aber der Kern, die Leidenschaft, die Stimmung, die Basis löst sich langsam in Luft auf. Das hundertste Mal Berlin, weil Müller gern sein Dynamo-Merch an den Mann und die Frau bringt und bei uns die Copydesigns platziert, dazu die Füchse, die man ja in der Saison nur mindestens 4 Mal trifft und sportlich ist es zudem wenig aussagekräftig, wenn unser Team, mitten aus dem Kondi-Bolzen unter Stewart gegen höherklassige Bären im Spielrhythmus, dank CHL, antritt. Zudem werden nur Tagestickets angeboten, um die teurere Dauerkarte zu rechtfertigen.

Positiv, offensiv werden wir was zu melden haben, ansonsten merkte man dem Team die Müdigkeit aufgrund der bislang härtesten Vorbereitung in DD und das Fehlen 2er wichtiger Spieler deutlich an, auch wenn man mit Torhüter gegen Berlin wohl nur mit 2 Toren Unterschied verloren hätte und gegen die Füchse auch unnötig einen Sieg aus der Hand gab.

Ich persönlich werde in dieser Saison auf eine Dauerkarte verzichten, schon aus Prinzip und bin gespannt, wie voll die Kurve durch die Saison sein wird und damit ist nicht der Alkoholpegel gemeint. Wir stehen am Scheideweg zwischen Klatschpappe und echten Emotionen, auch wenn die nicht immer alle positiv sind. Aber oben interessiert nur der Zuschauerschnitt. Es würde kaum noch verwundern, wenn man bald komplett auf Sitzplätze umrüstet, weil kaum noch einer den Stehplatzbereich besucht. Dem Gästeblock applaudieren kann man auch im Sitzen...

Holt die Leute in der Stadt endlich emotional ab oder seht zu, wie alles zum Noname-Club verkommt. Bestes Beispiel, wie man verpasst, Werbung für Eishockey in Dresden zu machen, war das Verschlafen von Verein und Club, das DEB-Vier-Nationen-Turnier ordentlich zu bewerben. Lust auf Eishockey weckt man nicht mit einer Gratis-Tasse oder einem Puck. Eine gelungene Hymne, ein echtes Vereinslied, einen Slogan, den alle vorleben, einen Zusammenschluss zwischen Team und Fans, so packt man die Menschen emotional und lässt die Basis wachsen. Aber Hauptsache es wird gebechert, am Besten nach den Spielen auf das Eis. Dabei könnte man das Zusatzsponsoring auch mal dafür verwenden, statt Spieler zu finanzieren, die Akustik zu verbessern, etwas für die Fans machen. Sich mit der Stadt zusammensetzen und mit Akustikern, Lösungen finden. Allein es interessiert nicht.

Vielleicht ist die Sichtweise zu kritisch für den normalen Konsumenten, aber genau das sollten wir eben alle nicht sein. In diesem Sinne auf einen erfolgreichen Saisonstart und bis dahin bitte keine Verletzten und allen viel Spaß bei den Auswärtstests in Spielstätten mit mehr Hockeyflair...

P.S.: Die Turnier-Ergebnisse

Halbfinale
Litvinov vs. Weisswasser 4:0
Berlin vs. Dresden 9:3

Spiel um Platz 3
Dresden vs. Weisswasser 3:5

Finale
Berlin vs. Litvinov 2:1

Glückwunsch zum Sieg.

Freitag, 19. August 2016

Hannibal bringt die Teufel zum Schweigen...

oder 4:0 Sieg gegen Bad Nauheim!


Eigentlich nichtssagend, aber doch irgendwie eine ziemliche Demonstration. Die Eislöwen siegen sehr souverän und deutlich gegen Ligakonkurrent Bad Nauheim im ersten Testspiel der Saison.

Vor gefühlt 800 Zuschauern, darunter auch die bel etage im Oberrang, zeigte Dresden durchweg ein gutes Trainingsniveau und ließ dem Gast eigentlich kaum eine ernste Chance im Spiel. So konnte Bill Stewart Mitte der Begegnung auch Back up Weitzmann Spielpraxis schenken, die er mit 4 Glanzparaden ordentlich nutzte.

Ansonsten bot das Spiel wenig Erkenntnisse, jedoch die leichte Hoffnung, dass Marcel Rodman kein Kopfproblem hat. Handgezählt 5 harte Checks hat er gut genommen und selbst auch aggressiv auf den Körper gespielt. Bitte weiter so. Die Defensive wirkte sehr sattelfest und arg unterfordert. Weiter geht's. Wieder eine Woche Training, dann steigt der Merchandising Pokal mit den Lieblingsgegnern der Szene, bevor es langsam ernster wird.

Bis jetzt Haken dran, läuft...

Donnerstag, 18. August 2016

Alles ok? Ja Eishockey...

Nur noch 1 Tag!

Noch ein Tag, dann genießen wir alle wieder das Kratzen der Kufen auf dem Eis, das Scheppern der Banden beim Einschlag von Puck oder Gegner und das unverwechselbare Bling, wenn der Puck das Torgestänge trifft. Wir atmen wieder Eis, Kälte und Emotionen, lamentieren über Schiris, drehen durch bei späten Glückstoren, schreien zerstörende Blueliner herbei, bestaunen unglaubliche Saves, Trashtalken vor und nach Derbys, maulen über miese Akustik und leise Gesänge, Schütten das beruhigende Herzwasser in Verlängerungen, krächzen mit verbrannter Stimme, feiern die besten Checks, die geilsten Skills, lassen uns über becherwerfende Vollidioten aus, zeigen Mittelfinger, lachen, schnaufen, hüpfen, weil die Anspannung raus muss.

Wir parkplatzen, lieben die Gemeinschaft, diskutieren über Alles und Jeden, streiten um Stehplätze, sehen mal nichts und trotzdem sowieso alles besser als andere, rufen gefühlt 5.000 Mal pro Spiel "Abseits" oder Icing und 5 Millionen Mal "Ey Schiri", texten, schweigen, singen, ringen mit uns, gehen steil oder enttäuscht nach hause, aber immer voran. Immer weiter!

Wir lieben Eishockey.

Mittwoch, 10. August 2016

Ein Gedanke zur vorerst gescheiterten Wiedereinführung des Auf- & Abstieges zwischen DEL und DEL2:



Das einfachste wäre bei aktueller Sachlage, wenn die Gesamtheit der Clubs der DEL2 (& DEL) pro Saison anteilig eine Bürgschaft (Antrittsgeld für Aufsteiger und Entschädigung/Ausgleich für Absteiger) in bestimmter Höhe hinterlegen würde, unabhängig davon, wieviele Teams den Aufstieg wahrnehmen wollen oder können. Dann ist es eben Teil der Lizenzierung, eine gewisse Summe für die Wahrung des Auf- & Abstiegs zu generieren, ebenso natürlich, den Punkteplan zu erfüllen (notfalls mit Auflagen).

Ansonsten muss man irgendwann die amerikanischen Verhältnisse für gegeben ansehen, das Modell der Major und Minor Leagues komplett installieren und sich davon verabschieden, dass jedem Standort in Deutschland theoretisch die Chance eingeräumt wird, Elitehockey zu betreiben und ein potentieller Profistandort zu sein. Und das könnte/würde sogar funktionieren, jedoch nicht in der aktuellen Zusammensetzung, Struktur und Regelung, zudem schon gar nicht mit dem Egoismus und der Selbstbeweihräucherungssucht diverser Offizieller und Clubverantwortlicher.

Solang es keine sinnvolle Nachwuchsstruktur und keine solide und einheitliche Basis im Amateur- sowie semiprofessionellen Bereich gibt, wird es so oder so nie nachhaltig vorwärts gehen. Eishockey ist nunmal in Deutschland kein Volkssport, somit muss man gesunde Wege finden, diesen tollen Sport nach vorn zu bringen.

Der Fisch fängt ja bekanntlich am Kopf an zu stinken und wenn man die Regelungen in der DEL betrachtet, ist das auch offensichtlich. Der DEB und damit die Nationalmannschaften können nicht vom Zufall der ein oder anderen guten Spielergeneration oder von einigen Ausnahmetalenten leben, vielmehr muss man dafür sorgen, dass der Nachwuchs zunächst in der Breite wächst oder wachsen kann und dann die Möglichkeit aufbieten, sich auf höchstem Niveau zu entwickeln.

Stichwort Kontingente, Ausbildungsvereine etc. Eishockey kann nie 1:1 wie Fußball funktionieren, da die Vorraussetzungen gänzlich unterschiedlich waren, sind und immer sein werden. Alles steht und fällt mit der Finanzierung, angefangen bei den Eltern, die den Sport für ihre Kinder finanzieren müssen, über die Vereine, die den Nachwuchs bestmöglich ausbilden sollen, bis hin zu den Elite-GmbHs, die den Nachwuchs sinnvoll fördern können.

Für einen gesunden, lebendigen und fruchtbaren Eishockeysport ist der oberste Punkt nicht das Durchfechten des Auf- & Abstieges auf Gedeih und Verderb, sondern eine sinnvolle Struktur im Rahmen der Gegebenheiten einer Gesellschaft, eines Landes und seiner Maßstäbe. Dabei ist die Frage nicht das Modell Amerika oder das Modell Europa, sondern das Modell Sinnvoll zu finden. Da jedoch seit Jahrzehnten nur jeder darauf aus ist, seinen persönlich größten Vorteil zu sehen, wandert dieses Modell völlig aus dem Blickfeld und rückt in immer weitere Ferne.

Der aktuell beschrittene Weg ist und bleibt ein kläglicher Versuch eines suggerierten Mittelwegs, es angeblich den meisten irgendwie rechtmachen zu wollen, ohne dabei aber irgendetwas nachhaltig zu verändern oder gar zu bewegen.

Jede Menge Diskussionsfutter für die nächsten Stammtische, Treffen und Spiele. Darauf ein Glas saure Gurken

Freitag, 15. Juli 2016

Teuflischer Auftakt für Eislöwen...

Der offizielle DEL2-Spielplan wirft ein paar Fragen auf!

Jetzt ist er raus, der Spielplan der DEL2 für die Saison 2016/2017. Die Eislöwen starten am 16. September in Bad Nauheim (den Gegner sollten wir in der Vorbereitung dann wohl ausreichend getestet haben...) in die neue Spielzeit, am 18. September folgt das erste Heimspiel der Punktspielrunde gegen Rosenheim und ihren Grün-Weißen Partybus. Das erste Derby steigt am 9. Oktober bei den Lausitzer Füchsen. Darauf folgt gleich das erste Heimderby gegen die Mannschaft, die wohl immernoch die Playoffs spielt und daher dann ziemlich müde sein dürfte. Zum Abschluss der Woche geht es nach langen Jahren endlich wieder zu einem Punktspiel nach Bayreuth! (16.10. -> Fett im Kalender markieren!!!). So weit so gut, doch wenn man genauer hinschaut, wird klar, dass das neue Spielplan-Ermittlungssystem der DEL2 kaum noch Rücksicht auf Sonderwünsche nimmt. Viele Dienstags-Heimspiele und das Sonderzug-Datum wurde wohl gänzlich ignoriert. Da fragt man sich warum? Will die Vorstadt von Nauheim uns unbedingt im Zweijahresrhythmus begrüßen, damit der Bahnhof nicht einschläft, oder sollen wir eine SoZuPause einlegen? Vielleicht will man uns auch zu einem alternativen Termin drängen, um ein schlechtes Omen zu kreieren. Letztmals war das 2006/2007 der Fall, als der Sonderzug nach Kaufbeuren mangels Fananzahl scheiterte und am Ende der Saison völlig überraschend der Abstieg in die Oberliga zu Buche stand. Auch damals hatte man einen hochgehandelten Kader beisammen.

Aber genug der Wahnvorstellungen. Wir müssen es nehmen, wie es kommt. Entweder wir starten den 2. Versuch Frankfurt auszurauben, oder wir stämmen mit der nötigen Masse an Fans (mindestens 250, besser 400) einen anderen Termin bei einem neuen Sonderzugziel, wie Ravensburg oder Heilbronn. Wir plädieren dafür, dass sich ungeachtet der Sonderzugthematik Fanbeauftragter und Fans der aktiven Fanszene zeitnah via Stammtisch zusammensetzen und eine Art Saisonplanung auf Fanebene durchführen. Wie wärs?

Donnerstag, 30. Juni 2016

Irgendwie sind das dieses Jahr gefühlt etwas zu viele Abschiede...

Der 8 noch ordentlich Tschüss "gesacht"!

Da ja nun seit kurzem offiziell ist, was schon lange klar war, sagen wir nochmal Danke an Feo für 3 Jahre Leidenschaft in Blau & Weiß. Du hast den Eislöwen schon mit jungen Jahren ein Gesicht gegeben und warst auch den Kids ein Vorbild an Einsatz und Charakter.

Es ist zwar traurig, dich nun im Trikot der Konkurrenz sehen zu müssen, aber so ist der Lauf der Dinge. Wir wünschen weiterhin viel Erfolg, vor allem bleib von Verletzungen verschont, gib also auf dich 8 und triff nicht gegen Dresden ;-)

Für uns bleibt Feo ein Leo. Einmal Eislöwe, immer Eislöwe!

133 Pflichtspiele, 23 Tore, 42 Assists, 65 Punkte und unzählige geworfene Becher als sinnbildliche Anerkennung.

Mögen sie deinen doch leichten Namen nicht unnötig schwierig aussprechen...