Samstag, 19. August 2017

Typischer erster Test!

...oder aller Anfang ist schwer...

Er kommt..., schneller als ihr dachtet..., Night Writer! Ein Mann und sein Spielbericht kämpfen gegen das Unwetter. Oh... Devil ruft an.

Night Writer: "Hallo Devil."
Devil: "Ich heiße eigentlich Devon."
Night Writer: "Faszinierend." (Devil legt auf) Wahrscheinlich ein DJ...

Nun zum Ernst des Lebens, oder wie er heißt. Das Spiel hieß "zwei Wochen" vs. "eine Woche" Training, aber auch "neues System" vs. "Business as usual".

Man merkte den Eislöwen zunächst den höheren Trainingsstand an. Die ersten Minuten waren voller Tempo und Elan, allein die Tore fehlten. Es war aber zu spüren, dass die Jungs bislang "nur" Basics trainiert haben. Die Formationen für Special Teams fehlten und spielten noch keine Rolle. Aber die jungen Spieler haben viel Energie aufs Eis gebracht, gerade Glemser, Veisert und Grafenthin wussten zu gefallen. Die Kontis konnten dagegen noch nicht überzeugen, waren zu sehr mit sich oder den Emotionen auf dem Eis beschäftigt. Beide Goalies wirkten nicht immer ganz sattelfest, doch all das ist wohl mehr als normal in dieser Phase. Viel Arbeit, viel Verbesserungspotenzial, aber auch jetzt schon die Gewissheit, dass man mit der Konkurrenz mithalten kann. 1.200 Fans sahen am Ende zwar eine 3:4 Niederlage nach Penaltyschießen, jedoch auch eine couragierte Leistung mit guten Ansätzen, vor allem im Forecheck und der neutralen Zone.

Fleißig weiter trainieren, täglich besser werden, dann wird der nächste Test schon aufschlussreicher.

Für uns und euch haben wir noch einen neuen Nummern- & (Aus)Sprachkurs für die neuen Spielernamen und -nummern von "Brabbel" im Angebot:

Nummer 27 - Sebastian... Stefan Is Zehn (da gratulieren wir mal zum Zehnjährigen Jubiläum und im Spiel geht auch Bas Ti)

Nummer 31 - Marco... Ei Senn Hut (Alternativ Hut Hut Eisenhut im Spiel)

Nummer 4 - Steve... Haa Nusch

Nummer 9 - Gustl... Vei Sert

Nummer 12 - Mirko... ups Martin... Da Wii Deck (neue Nummer)

Nummer 18 - Timo... Wald Herr oder Wall Teer

Nummer 37 - Shawn... Buh Teng (vom Buh Teng Clan)

Nummer 39 - Mett... Ih Gell, sorry, jetzt ernsthaft - Matt... Sieht All (unendliche Weiten)

Nummer 40 - Nick... Hört (gut auf beiden Ohren) "Baby don't hurt me, don't hurt me, no more" Ruhe!

Nummer 48 - Cedric... Ski Menz (oder Ski fahrn oder schiefe Ohren)

Nummer 51 - Thomas... Piel Mai Jähr

Nummer 89 - Tomas... Schmiiiiddd (Neue Nummer)

Nummer 97 - Maik... Klemm Sehr

P.S.: Wer von euch war auch leicht geschockt, als DNLer Uplegger mit der Nummer 7 angekündigt wurde? Die Nummer hängt doch eigentlich unter dem Dach, gelle! Uffpasse... Nicht das die Susi zum Strolch wird. In diesem Sinne, überall viel Luft nach oben.

Donnerstag, 17. August 2017

"Junior-Förster" komplettiert Eislöwen-Angriff!

Der DEL2-Club sichert sich die Dienste des deutschen "Mini-Bäckströms"...

Mit der Verpflichtung von Cedric Schiemenz haben die Dresdner Eislöwen kurz vor Saisonstart einen kleinen "Transfer-Coup" gelandet. Der 18-jährige Center gilt als eines der größten Eishockey-Talente in Deutschland, wurde im vergangenen Jahr im CHL-Draft in der ersten Runde an 50. Stelle gezogen und spielte 20016/2017 für die Kitchener Rangers in der renommierten Ontario Hockey League, kurz OHL.

Das er jetzt bereits nach Deutschland zurückkehrt, überrascht auf den ersten Blick ein wenig, da der hochtalentierte Spielmacher vor einem Jahr schon als heißer Anwärter auf einen späteren NHL-Draft galt. Doch Schiemenz, der den kompletten Nachwuchs bei den Eisbären Berlin durchlaufen hat, muss sein eigentliches Etappenziel AHL zunächst hinten anstellen und die Möglichkeit suchen, sich in Deutschland für die DEL zu empfehlen. In der OHL wusste er als Neuling durchaus zu überzeugen. Besonders in der Vorbereitung glänzte der Linksschütze als Scorer, kam dann in der regulären Saison aber nicht über 9 Scorerpunkte in 49 Spielen hinaus, was für einen Rookie in einer derart stark besetzten Liga zwar nicht schlecht, aber eben keinesfalls herausragend ist und so konnte er nur bei der U-18-WM als drittbester deutscher Scorer richtig positiv in Erscheinung treten, wenngleich er mit dem DEB-Team den Wiederaufstieg in die A-Gruppe deutlich verpasste. Bei den Kitchener Rangers ist in der neuen Saison nun kein Platz mehr für ihn, da nur 2 Importspieler pro Kader aus dem Import-Draft zulässig sind und die Rangers bereits beide Positionen besetzt haben. Schiemenz zählte nicht zu den Top-6-Spielern und durfte auch nur selten in den Special-Teams ran. So erklärte man dem Spieler, dass er zwar viel Talent besitzt, selbiges jedoch woanders effektiver zum tragen kommt als bei den Rangers, wo man auf andere Spieler setzen möchte. Daraufhin wurde das Vertragsverhältnis zwischen Club und Spieler beendet und Schiemenz kehrte im Sommer nach Berlin zurück, wo er unter anderem ein Development Camp der Eisbären Berlin und LA Kings absolvierte, um sich Clubs für einen Vertrag anzubieten.

Nun hat er ein Team gefunden und schließt sich den Dresdner Eislöwen an, komplettiert vorerst den Sturm als 12. Angreifer und könnte sich noch als Top-Rookie entpuppen, der Steer nicht nur sein geliebtes 4-Reihen-System ermöglicht, sondern dem Kader auch qualitativ noch mehr Breite verleiht.

"Ceddi", so sein Spitzname, erweckte bereits mit 4 Jahren erstmals das Interesse der Medien, als er zur Titelfigur des B.Z.-Zeitungsartikels „Ceddi, der Prinz der Preussen“ mutierte. Damals erfüllte die B.Z. weihnachtliche Kinderträume, wie den des kleinen Cedric, der als Knirps in der Deutschlandhalle mit den Eishockey-Stars der Capitals trainieren wollte und die Preussen-Profis dann dabei ganz schön ins Schwitzen brachte. 14 Jahre später hat der Stürmer bereits 23 Spiele für diverse U-Nationalmannschaften des DEB absolviert und verzeichnete dabei starke 8 Tore und 9 Assists. Nach der langen Zeit im Eisbären-Nachwuchs und vor dem einjährigen Kanada-Abenteuer schloss sich Schiemenz der Red-Bull-Akademie an und ließ sich eine Saison in Salzburg ausbilden, was nicht ganz unbedeutend für die Ebnung des späteren Weges in das Mutterland des Eishockeys war.

Trotz der vielen Lorbeeren und Lobpreisungen der letzten zwei Jahre, ist der junge Mann aus dem brandenburgischen Glienicke kein Freund des Hypes um seine Person, sondern ein sehr bodenständiger Typ, der den Rummel am liebsten meidet. In Dresden findet er mit dem Trainerteam und den vielen Talenten im Kader das perfekte Umfeld, um sich weiterentwickeln und seinem Ziel näherkommen zu können. Herzlich willkommen in Dresden Cedric.

Dienstag, 18. Juli 2017

Eislöwen sagen doch Ra-JA-la!

Der Top-Center bleibt...

Nun steht es also offiziell fest. Juuso Rajala bleibt bei den Eislöwen, die nun doch ihre Vertragsoption gezogen haben. Somit gehen die Eislöwen mit Rajala als Mittelstürmer für die erste Reihe in die neue Saison und der Finne erhält eine zweite Chance, sich zu beweisen.

Man darf gespannt sein, ob er zu diesem eher kanadisch geprägten Kader passt und wie er sich im Teamgebilde einfügt. Rajala war bereits in Bad Nauheim ein etwas schwieriger Fall und hat dann auch in Dresden, trotz seiner spielerischen Klasse, nie restlos überzeugen können.

Wenn Rajala seine Stärken einbringen und defensiv wie auch Huard zulegen kann, wird er einer der wertvollsten Stürmer der Liga sein. Gelingt das aber nicht, dürfte ein Tausch während der Saison nicht gänzlich auszuschließen sein. 

Rajala zählte in der letzten Saison zu den Top 5 in der DEL2-Scorerliste, kam nach seinem Wechsel aus Bad Nauheim in Dresden auf 21 Punkte in 20 Partien, erzielte dabei aber lediglich 2 Tore. Gerade in den Playoffs fehlte den Eislöwen die Durchschlagskraft im Angriff. Ohne Davidek und am Ende auch ohne Cook, fehlten die Vollstrecker für Tore. Der Center glänzte bislang eher auf dem Papier, als auf dem Eis und dürfte nun noch stärker im Fokus stehen. Er ist ein starker Spielgestalter, aber kein Torjäger. Sein Karriere-Bestwert liegt bei 14 Saisontoren. Die Eislöwen haben somit derzeit nur 2 erwiesene Tormaschinen mit Davidek und Siddall, wenngleich mit Höller, Huard und Grafenthin durchaus viel Torjäger-Potential vorhanden ist. 

Hoffen und wünschen wir uns also, dass Rajala an seine Glanzzeiten in Finnland anknüpfen kann, zudem mehr Torgefahr entwickelt und die Eislöwen nicht nur sportlich bestmöglich verstärkt, sondern auch zum echten Teamplayer reift, um dem Kollektivgedanken von Steer zu folgen. Die Vita des 28-jährigen spricht mit bislang 11 Clubs in 8 Profijahren leider Bände und untermauert den Fakt eines schwierigen Charakters. Aber ähnlich wie bei Wandervogel Siddall, stirbt die Hoffnung bekanntlich zuletzt und Eislöwen-Trainer Franz Steer könnte dabei ein wichtiger Faktor sein.

Rajala ist definitiv der größte Name und die bekannteste Größe unter den 4 Importspielern. Zeit, es zu beweisen! Hop hop Juuso.

Montag, 10. Juli 2017

Nicht so übel!

Klingt nach einem Plan...

Die neue Saison beginnt für die Eislöwen am 15.9. mit einem Auswärtsspiel bei den Kassel Huskies. Zuletzt waren die Hessen stets ein gutes Pflaster gewesen. Das erste Heimspiel wird dann gleich die Neuauflage des Playoff-Viertelfinales der vergangenen Spielzeit. Am 17.9. empfängt man den ESV Kaufbeuren in der heimischen Eishalle. Insgesamt hat man einen schweren Auftakt, folgen doch Duelle beim Meister und gegen Riessersee. Letztlich muss man aber sowieso jeden Gegner spielen und in der ausgeglichenen Liga wird es eh keine Pflichtsiege geben.

Am 1. Oktober treffen die Eislöwen zum ersten Mal auf Aufsteiger Bad Tölz (auswärts) und können das alte Löwenduell neu aufleben lassen.

Das erste Sachsenderby steigt dann eine Woche später im Sahnpark. Nach langer Zeit ein Sonntagsspiel in Crimmitschau und die Chance, die Piraten-Festung endlich mal wieder einzunehmen und in "Ekel-Haft" zu nehmen. Am 20.10. folgt dann der erste Schlagabtausch mit Feo in der Lausitz. In dieser Spielzeit gilt mehr denn je: "Keine (M)8 den Füchsen." Am 26. November gibt es dann zum ersten Mal Derbyatmosphäre in heimischer Umgebung, wenn die Eislöwen die Eispiraten zum Duell in der EVA erwarten. Am 8.12. gastieren dann auch die "Boiarchen" im wunderschönen Drezno.

Zwei Tage danach folgt die erste Chance auf den Premierensieg im Stahlbad der "Altenheim" Steelers.

Zum Weihnachtsspiel gastiert Garmisch in Dresden und kurz darauf wird nach der Weihnachtsgans noch Falke Heilbronner Art kredenzt.

Vor dem Jahreswechsel könnte dann ein Sonderzug nach Bad Tölz winken, sofern das Streckennetz es zulässt. Für viele ein neuer und attraktiver Ground und eine realistische Möglichkeit auf einen SoZu-Sieg.

Es wird insgesamt vier Spieltage unter der Woche geben, sowie die übliche Deutschland-Cup-Pause im November (6.-16.11.). Die Hauptrunde endet am 4. März für Dresden mit dem 52. Spieltag in Kaufbeuren. Danach folgen die Play-Offs und/oder -Downs.

Pre-Playoffs (Best of Three):

Pre Play-Offs: 06.03. / 09.03. / 11.03.

Playoffs (Best of Seven)

Viertelfinale: 13.03. / 16.03. / 18.03. / 20.03. / 23.03. / 25.03. / 27.03.

Halbfinale: 29.03. / 31.03. / 02.04. / 04.04. / 06.04. / 08.04. / 10.04.

Finale: 13.04. / 15.04. / 17.04. / 20.04. / 22.04. / 24.04. / 27.04.

Playdowns (Best of Seven):

Erste Runde: 13.03. / 16.03. / 18.03. / 20.03. / 23.03. / 25.03. / 27.03.

Zweite Runde: 29.03. / 31.03. / 02.04. / 04.04. / 06.04. / 08.04. / 10.04.

Dienstag, 4. Juli 2017

Weiterer Rohdiamant der Marke Steer aus Nordamerika...

Eislöwen besetzen nächste Importstelle!

Der Kanadier Nick Huard wechselt zu den Dresdner Eislöwen und wird dabei eine der Centerpositionen einnehmen.

Der 26-jährige Linksschütze gilt als äußerst vielseitiger Angreifer und passt damit perfekt ins Anforderungsprofil von Eislöwen-Coach Franz Steer. Bereits in seiner Juniorenzeit (2 Meistertitel mit Woodstock) und am College bewies Huard nicht nur Scorer- sondern auch starke Allrounder-Qualitäten. Nach 3 Topscorer-Spielzeiten in der CIS (renommierte kanadische Uni-Liga), gelang ihm als 2-facher Allstar bereits während der Saison 2014/15 der Sprung in die ECHL, wo er für die Cincinnati Cyclones neben bekannten Cracks wie Branden Gracel, Jack Downing oder Jack Combs debütierte und sogar einen AHL-Einsatz für die Adirondack Admirals feiern konnte.

In der folgenden Spielzeit absolvierte der eher klein gewachsene Center sein erstes komplettes Profijahr für die Cyclones. Dabei gelang ihm eine bockstarke Rookiesaison mit 52 Scorerpunkten und Platz 3 in der Teamwertung. Er zählte damit zu den besten Neulingen der Liga und stand leistungstechnisch bekannten DEL2-Größen wie Downing, Sarault, Gracel oder Schwartz in nichts nach. So empfahl er sich nachhaltig für einen Folgevertrag in Cincinnati und bestätigte in der vergangenen Saison seine Qualitäten als absoluter Topscorer seines Teams, verpasste jedoch die Playoffs, da es insgesamt im Team an gleichwertigen Teamkollegen mangelte.

Nun versucht der Mann aus Sudbury (North Bay, Ontario) sein Glück erstmals im Ausland, folgt Steer's Ruf über den großen Teich und findet in Dresden immerhin gleich 2 Landsleute vor, die ihm das Ankommen in einer "neuen Welt" erleichtern dürften.

Huard ist ein starker Center, der seine Mitspieler gut in Szene zu setzen weiß, selbst gern den Abschluss sucht und ein herausragender Powerplay-Akteur ist. In seiner ECHL-Rookiesaison war er zum Beispiel mit 15 Toren bester Überzahlschütze der Liga und zweitbeste Scorer im Powerplay mit satten 24 Punkten.

Er sieht noch viel Potential und Schwächen, an denen er arbeiten muss. Huard hatte keinen einfachen Weg durch die Nachwuchsligen, erlebte Rückschläge durch Nichtbeachtungen bei Drafts, doch zog vor allem Stärke daraus und kämpfte sich nach oben. Er will noch stärker und schneller werden, arbeitet an seinen One-on-One-Skills und will sich vor allem auch in der defensiven Zone verbessern, um ein noch kompletterer Spieler zu werden.

Huard ist noch kein großer Name, aber ein fähiger, hochtalentierter Rohdiamant, der Europa als große Herausforderung ansieht und sich in der DEL2 als stabiler Charakter und zielstrebiger, ehrgeiziger Spieler sicher beweisen wird.

Freitag, 23. Juni 2017

Schach "Matt"!

Eislöwen gelingt zweiter Schachzug bei den Importstellen...

Mit Matt Siddall haben die Eislöwen nun auch im Angriff ihre erste Kontingentstelle besetzt. Der 32-jährige Flügelstürmer kommt von EBEL-Club Graz 99ers an die Elbe. Mit dem Kanadier holt Steer einen sehr erfahrenen und treffsicheren Angreifer, der sich über die letzten Jahre vor allem in der EBEL einen guten Namen gemacht hat.

Siddall wurde in North Vancouver, British Columbia, Kanada geboren und begann seine Karriere zuhause in der BCHL (British Columbia Hockey League), ehe es ihn ans College verschlug. Vier Jahre spielte er für die Northern Michigan University in der renommierten NCAA. Dort empfahl er sich gleich für die AHL, konnte sich jedoch nicht auf Anhieb bei den Chicago Wolves durchsetzen und spielte vermehrt in der ECHL bei den Gwinnett Gladiators. Nach 2 Jahren wechselte Siddall zur Konkurrenz und heuerte bei den Victoria Salmon Kings an. Nach insgesamt 4 Spielzeiten in der ECHL ging es für ihn über den großen Teich zunächst nach Großbritannien zum schottischen Erstligisten Fife Flyers in die EIHL, wo er mit dem letzten Trainer von Eislöwen-Neuzugang Shawn Boutin, Coventry's Danny Stewart, zusammenspielte und sogar als Assistenztrainer fungierte. Doch lange hielt es ihn nicht auf der Insel. Bereits zur Saisonhalbzeit führte ihn sein Weg weiter in die EBEL, wo er das Team von Zagreb als Ersatz für einen verletzten Stammspieler verstärkte und Platz 2 sowie das Playoff-Halbfinale erreichte. Danach erkundete der Rechtsschütze für 2 Spielzeiten die italienische Liga und feierte zum Abschluss 2014 die Meisterschaft und den Pokalsieg mit Ritten, bevor er in die EBEL zurückkehrte. Nach einer durchschnittlichen Saison in Innsbruck, wo er bereits mit seinem neuen Eislöwen-Teamkollegen Alexander Höller zusammenspielte, fand er in Dornbirn bei den Bulldogs sein Glück und mutierte spätestens dort zum ligaweit gefürchteten Topscorer. Im Dezember letzten Jahres ersetzte der 1,85 m große und über 90 kg schwere Siddall dann den verletzten Stephen Werner bei den Graz 99ers, übrigens auch ein Ex-Spieler von Franz Steer.

Nun schließt sich Siddall den Eislöwen an und findet vielleicht im schönen Dresden endlich das richtige Gesamtpaket, um den Status des Wandervogels abzulegen. Der 2004 (damals gab es so Topdrafts wie Ovechkin und Malkin) von den Atlanta Trashers gedraftete Offensivspieler gilt nicht nur als Stürmer mit gutem Scoring-Touch und dem Riecher für gefährliche Situationen, er bringt auch viel körperliche Präsenz und Temperament mit. Der Mann mit der Lieblingsnummer 39 gilt als aggressiver und emotional gesteuerter Spieler, der Checks fährt und sich auch vor Fights nicht scheut. 1.771 Strafminuten in 765 Spielen sprechen eine ebenso klare Sprache, wie seine 280 Tore und 320 Vorlagen. Wenn er seine Energie, Leidenschaft und physische Kraft auch in Dresden auf das Eis bringt und dazu wie gewohnt punktet, kann Siddall mit seiner Erfahrung und Ausstrahlung nicht nur in jedem Spiel den gewissen Unterschied machen, sondern auch schnell zum Publikumsliebling avancieren, da die Fans in Dresden förmlich nach solch emotionalen Spielertypen lechzen.

Herzlich willkommen in Dresden und viel Erfolg in Blau und Weiß.