Montag, 23. September 2013

Teurer Heimsieg bringt Spitzenreiter zum Sturz

Eislöwen gewinnen gegen Bad Nauheim aber verlieren einen wichtigen Spieler...

Nachdem am Samstag der traditionelle Bootsausflug der Bad Lions, der mittlerweile 5. Bad Lions Cruise, feuchtfröhlich seinen Lauf nahm, folgte am Sonntag das zweite Heimspiel der Saison für unsere Eislöwen. Nach dem Meister empfing man diesmal den Tabellenführer und Aufsteiger EC Bad Nauheim zum nächsten Topspiel in Elbflorenz.

Vor gut 2.100 Zuschauern begannen die Hausherren gewohnt angriffslustig und so dauerte es 120 Sekunden, bis Fölispieler Thomas Supis seinen neuen Teamkollegen Florian Lüsch bediente, der aus spitzem Winkel zum frühen 1:0 einschob. Danach entwickelte sich jedoch kein ruhiges und kontrolliertes Spiel, vielmehr sollten sich beide Teams in der Folge ein eher wackeliges Duell liefern, welches auf mäßigen Niveau stattfand, jedoch von einer enormen Spannung lebte. Bad Nauheim zeigte mit jeder Minute mehr, warum sie mit drei Siegen in die Saison gestartet sind und kam Mitte des ersten Abschnitts zum Ausgleich. Dresden ließ diesmal seine Kombinationsstärke vermissen und ermöglichte durch Fehler im Aufbau dem Gegner weitere Chancen. Die Roten Teufel nutzten dies letztlich sogar zur 1:2 Führung, die bis zur Pause bestand haben sollte.

Im zweiten Drittel startete erneut der Gastgeber mit voller Power und drängte auf den Ausgleich, der auch innerhalb der ersten Minuten fallen sollte, als die erste Reihe um Boisvert und Goldhelm Pöllänen ihren Vollstrecker Sami Kaartinen mustergültig bediente. Der finnische Publikumsliebling hatte bei seinem 115. Pflichtspieltor im Eislöwentrikot wenig Mühe und ließ die Halle jubeln. Es folgte ein weiterhin zerfahrenes Spiel, was darin gipfelte, dass der Topscorer der Gäste, Taylor Carnevale, Eislöwenstürmer Feodor Boiarchinov per überzogenem Kniecheck ins Krankenhaus beförderte. Der Trainersohn der Nauheimer durfte danach duschen gehen und fehlte seinem Team im restlichen Spiel, während Boiarchinov einen Innenbandriss davontrug und den Eislöwen mindestens 8 Wochen fehlen dürfte. Wir wünschen Feo auf diesem Weg eine reibungslose und vollständige Genesung. Seine Teamkollegen wirkten im nun folgenden Powerplay etwas angeschlagen, fanden nicht zum starken Überzahlspiel der ersten drei Saisonspiele, sie mussten im Gegenteil bei einen Pfostentreffer der Gäste sogar das Glück bemühenund so blieb es beim leistungsgerechten Unentschieden zur zweiten Pausensirene.

Auch zu Beginn des Schlussdrittels änderte sich das Powerplay nicht und so ließ man die 5-minütige Überzahl ungenutzt verstreichen. Auf den Rängen wurde es nun unruhig, aber auch wieder etwas lauter. Die Löwen versuchten nun ihr gewohntes Forechecking zu betreiben und Bad Nauheim unter Druck zu setzen, doch die Gäste spielten recht clever in den Zonen. Als vieles schon auf eine Verlängerung hindeutete, schnappte sich aber Christoph Ziolkowski den Puck. Der kleine und wuselige Stürmer lief auf zwei Verteidiger zu ins Angriffsdrittel, tanzte den ersten aus, zog vorbei, verzögerte geschickt seinen Schuss und traf überlegt aus halblinker Position ins lange Eck zum 3:2. Sein leidenschaftlicher Jubel brachte nun auch die Halle in Feierlaune und so wurde dass Team mit stehenden Ovationen und Dauergesängen in die letzten 2 Minuten begleitet, wo Dresden nochmals seine Stärke in Unterzahl beweisen musste. Das beste Penalty-Killing der Liga hielt letztlich was es verspricht und so brachten die Eislöwen die Führung über die Ziellinie und fuhren den zweiten Sieg im 2. Heimspiel ein.

Fazit:

Die Eislöwen überzeugten abermals mit Moral und Leidenschaft und zudem mit sehr ausgeglichenen 3 Reihen. Spieler wie Lüsch, Ziolkowski oder auch Boiarchinov (bis zu seiner Verletzung) setzen starke Akzente und sind echte Aktivposten im Kader. Das Powerplay erinnerte diesmal an das bekannte Dresdner Überzahlspiel, fahrig und wenig zielführend. Dafür bleibt aber das Unterzahlspiel schlicht und einfach perfekt. Auch im vierten Saisonspiel blieb man ohne Gegentor bei eigener Unterzahl. Im Tor hatte Kevin Nastiuk zwar keinen überragenden Tag, spielte solide, was aber genügte, weil Bad Nauheim sehr ungenau abschloss und die Löwendefensive für den eigenen Schlussmann viele Situation klärte. Der Sieg war verdient, aber teuer erkauft, nicht wegen des hohen Aufwands, aber aufgrund der Verletzung von Feodor Boiarchinov.

Fan-Aktion:

Der Geldbetrag zur Finanzierung von Fanspieler David Hájek wächst weiterhin rapide an. Die Löwenfans brachten über die Becherpfand-Sammelaktion wieder unfassbare 1.210 € in die Kasse. Damit beträgt der Kontostand zur Finanzierung des tschechischen Topverteidigers bereits über 3.750 €.

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