Montag, 14. Oktober 2013

Das perfekte Löwen-Wochenende

Minimaler Kader - Maximaler Erfolg...

Aber ganz so dramatisch ist es eigentlich nicht, denn auch wenn die Eislöwen mit nur 3 Reihen agieren können, so sind diese 3 Reihen so ausgeglichen und leistungsstark besetzt wie kaum zuvor. Die Stärke der Dresdner bekamen zunächst am Freitag die Starbulls Rosenheim zu spüren, die in einem typisch temporeichen Spiel beider Teams den Eislöwen letztlich nicht unverdient aber etwas zu hoch mit 3:6 unterlagen. Dabei demonstrierten die Popiesch-Schützlinge nach durchwachsenem Start in Drittel 2 und 3 ihre ganze Stärke im Forechecking, schnellen Umschaltspiel und einer leidenschaftlichen Defensivarbeit über das ganze Eis. Zudem erwischte das finnische Topduo Kaartinen/Pöllänen (5 Tore) einen Sahnetag der Effektivität im Torabschluss.

Zum Familientag am Sonntag empfingen die Dresdner Eislöwen dann das nächste Topteam an der Elbe. Die Gäste aus Heilbronn legten zwar in der Liga einen echten Fehlstart hin, doch beim jüngsten 8:1 Heimerfolg gegen die starken Garmischer vom SC Riessersee deuteten die Heilbronner Falken pünktlich zum Duell mit Dresden ihre Qualität im Kader an.

Die über 2.600 Fans erlebten zunächst eine erfrischende Neuheit bei der Einlaufshow der Mannschaft, denn endlich werden die Spieler wieder vom Stadionsprecher angesagt - eine gute Entscheidung für einen guten Mann mit viel Potenzial und hoffentlich langer Zukunft.

Das Spiel startete dann mit der bekannten Löwen-Dominanz, der auch die Falken zunächst nicht gewachsen waren. Doch die Hausherren gingen am Anfang verschwenderisch mit ihren Chancen um und dies rächte sich, als die Falken in der 7. Minute ihren ersten ernsthaften Angriff sofort mit dem Führungstor abschlossen. Kurz darauf fand sich Dresden aber im Powerplay wieder und der bislang stärkste Verteidiger Petr Macholda glich postwendend per Blueliner zum 1:1 aus. Danach kam die Eislöwenmaschine so richtig auf Betriebstemperatur, denn nur knapp zwei Minuten später schloss Bruce Becker eine Traumkombination mit Marius Garten und Christoph Ziolkowski ganz cool ab und brachte die Gastgeber erstmals in Front. Wieder nur zwei Zeigerumdrehungen dauerte es, bis das nächste Tor fallen sollte. Florian Lüsch verwertete eine wunderschöne Vorlage von Carsten Gosdeck zum 3:1 und die Löwen blieben hungrig. Nun wollte sich natürlich auch die erste Reihe in Szene setzen und in der 17. Minute war es soweit, als Kaartinen und Pöllänen die Falkenabwehr abzockten und Kapitän Hugo Boisvert auf 4:1 erhöhte. Doch damit nicht genug, denn ein weiteres Überzahlspiel gab unserem Zauberlehrling Marius Garten wieder die Chance zum tricksen und auf Vorarbeit von Macholda und Kaartinen nutzte er den Platz zum 5:1. Mit diesem Ergebnis ging es unter großem Jubel der völlig verblüfften Fans in die erste Pause.

Im zweiten Drittel beruhigte sich das Spiel etwas und Heilbronn schien sich auch etwas gegen die Schmach zu stämmen. So gelang durch Mrazek im Powerplay auch das 2. Tor für die Gäste, doch Boisvert erstickte mit dem Tor zum 6:2 nur eine Minute später nach toller Vorarbeit von Macholda jegliche kleine Hoffnung auf eine Aufholjagd. Dresden schaltete nun etwas die offensiven Bemühungen zurück und so musste sich Goalie Kevin Nastiuk mehrfach mit starken Saves beweisen, was ihm gegen seinen Ex-Club aber auch eindrucksvoll gelang. Highlight war dabei sicherlich sein Fanghandsave mit eingesprungenem Spagat.

Im Schlussdrittel passierte letztlich nicht mehr viel Zählbares. Dresden verwaltete das Ergebnis sehr clever, zudem war auf Goalie Nastiuk Verlass und Heilbronn fehlte auch der Glaube an ein Comeback. So konnten die Eislöwen sogar nochmal erhöhen, als sieben Minuten vor Schluss Arturs Kruminsch eine Kombination von Gosdeck und Tepper zum 7:2 verwerten konnte. Dabei blieb es dann bis zur Schluss-Sirene, die in der stimmungsvollen Feier-Atmosphäre in der Arena beinah unterging.

Fazit:

Die Eislöwen feiern das erste 6-Punkte-Wochenende der Saison gegen zwei absolute Topteams und das auch noch vollauf verdient. Das Unterzahlspiel hat zwar etwas an Souveränität und Stärke eingebüßt, doch dafür ist das Powerplay effektiver geworden und aufgrund der ausgeglichenen Reihen kann das Team gerade gegen Topmannschaften das Tempo und den Rhythmus hochhalten. So richtig on fire ist aktuell das Trio Garten, Becker und C. Ziolkowski, welches sich immer stärker in den Vordergrund spielt. Beeindruckend ist auch die Präsenz von Verteidiger Petr Macholda, der allerdings verletzungsbedingt im letzten Drittel gegen Heilbronn passen musste (hoffentlich nicht der nächste Langzeitverletzte). An diesem Wochenende zeigten sich die Löwen zudem sehr torhungrig und effizient im Abschluss. Mit jetzt schon 20 Punkten grüßt man nach zehn Spielen weiter aus der oberen Tabellenhälfte und hat derzeit auf Rang 4 bereits ein angenehmes Plus von elf Punkten zur Playdown-Zone erarbeitet. Am Freitag geht es für unsere Jungs mit dem Auswärtsspiel beim ESV Kaufbeuren weiter mit der Punktejagd.

Sonderzug:

Es sieht derzeit nicht gut aus, also heißt das schlicht und einfach: Anmelden, anmelden und nochmals anmelden! Gerademal knapp über 150 Anmeldung sind viel zu wenig. Jeder Fan zählt und aktuell brauchen wir für einen sicher rollenden Zug noch etwa 300 weitere verbindliche Teilnehmer. Die vorerst letzte Chance sich anzumelden besteht beim nächsten Heimauftritt am Sonntag, 20.10.13, im Spitzenspiel gegen Landshut.

Fan-Aktion:

Bei der Becherpfand-Sammelaktion zur Finanzierung von David Hájek kamen wieder mehr als 1.200 € dazu. Somit wuchs der Kontostand bereits auf weit über 7.000 € an.

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