Sonntag, 6. Oktober 2013

Volle Hütte - Volle Beute - Voller Terminplan

Eislöwen siegen verdient im Sachsenderby und reisen zum Tabellennachbarn nach Bremerhaven...

Endlich war die Eishalle in Dresden wieder voll, über 4.400 Zuschauer wollten das Derby gegen die Eispiraten Crimmitschau sehen und wurden für ihr Kommen mit richtig gutem Eishockey belohnt, wozu auch die Gäste beizutragen wussten, wenn auch typisch für Dahlem-Teams nur durch eine Scoring-Line. Die Eislöwen jedenfalls begannen wie üblich mit vollem Tempo und nach starker Vorarbeit der 91 gelang Bruce Becker die frühe Führung in der 2. Minute, scheinbar eine neue Stärke in Heimspielen. Danach entwickelte sich ein guter Schlagabtausch mit viel Tempo, diktierenden Eislöwen und effektiv konternden Eispiraten, die durch Campbell in der 9. Minute ausgleichen konnten. Dresden vergab in der Folge einige Großchancen und blieb erneut die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor schuldig. So ging es mit dem 1:1 in die erste Pause.

Im zweiten Drittel gaben die Hauptstädter in blau und weiß dann noch mehr Gas und drängten, angefeuert von der jetzt lautstarken Nordkurve, auf das 2:1. Petr Macholda erlöste die Massen ausgerechnet im zuletzt wenig produktiven Powerplay mit der erneuten Führung. Crimmitschau wirkte angeknockt, erst recht als Goldhelm Pöllänen auf 3:1 erhöhte, doch fortan rückte Schiedsrichter Lenhart in den Mittelpunkt, der bekannt für linienlose Spielleitungen ist und die Fans auch diesmal nicht enttäuschen sollte. Zwei eher zweifelhafte Strafen brachten Dresden in eine 3 gegen 5 Unterzahlsituation und diese nutzten die Dahlem-Cracks durch ihre einzige Waffe, Harrison Reed, der nicht von ungefähr einer der herausragenden Scorer der Liga ist. Wenig später fand ein harmlos gelupfter Pass der Gäste vor das Tor von Kevin Nastiuk den Weg in selbiges und der Eispiraten-Fanblock jubelte, doch das Schirigespann entschied regelkonform auf "Kein Tor", da ein Crimmitschauer den Puck mit einem hohen Stockeinsatz entscheidend abfälschte. So gingen die Eislöwen glücklich aber dennoch verdient mit einer Führung in den Pausentee.

Im letzten Drittel kam dann die bekannte Härte der Eispiraten ins Spiel, doch die Eislöwen zeigten sich unbeeindruckt und hielten das Tempo hoch. Marius Garten stellte schließlich in Überzahl mit einer schönen Einzelaktion den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, als er den Puck aus der Luft runterpflückte und trocken ins Gästegehäuse zimmerte. Doch Crimmitschau zeigte immerhin Moral und kam natürlich durch Reed zum abermaligen Anschlusstor, als Tepper den Puck im Angriff bei einem harten Zweikampf verloren geben musste und die Dresdner zu offensiv standen und sich überlaufen ließen. Letztlich brachten die Elbestädter aber die 3 Punkte und den Derbysieg dann über die Ziellinie und feierten einen verdient Heimerfolg und 4. Saisonsieg.

Fazit:

Ein absolut verdienter Derbysieg in einem gutklassigen Spiel auf sehr ordentlichem Niveau. Dresden gewohnt laufstark und spielfreudig. Offensiv produktiv, aber im Defensivverbund etwas zu leichtsinnig. Zudem täuschen die 2 Powerplaytore über die sonstigen Probleme im Überzahlspiel etwas hinweg. Auch in Unterzahl wirkte man anfälliger als zuletzt, doch die Moral ist intakt und die ausgeglichenen Reihen sorgen für Entlastung der Topkräfte, die man die letzten Jahre nicht kannte. 7. Spiel, 7. Mal gepunktet, 4. Sieg, Platz 4, wir haben keinen Grund zu meckern.

Sonntag: Duell mit Tabellennachbar Fischtown

Am Sonntag steht bereits die nächste Pflichtspielaufgabe auf dem Programm. Es geht an die Küste zum Tabellenfünften Fischtown Pinguins, die auf eine eingespielte Mannschaft setzen, nur punktuell das Team verändert haben und mit Erfolgstrainer Stewart auch diese Saison zu den Favoriten für die Playoffteilnahme zählen. An der Küste haben die Eislöwen noch eine Rechnung offen, verlor man doch ausgerechnet in der letzten Saison nach einer starken Siegesserie zur Sonderzugfahrt der Fans nach 0:3 Führung noch mit 5:3 und fand nachher nie mehr wirklich in die Erfolgsspur, verspielte vielmehr die Playoffs.

Doch das aktuelle Aufeinandertreffen bietet viel Hoffnung für ein positives Ergebnis, da Dresden erneut mit guter Form anreist, auch im achten Saisonspiel punkten will und mit der ausgeglichenen Besetzung und starken defensiven Grundordnung, sowie dem laufintensiven System eine schwere Hürde für die Offensivkönige in Bremerhaven darstellen kann. Entscheidend werden wie immer die Special Teams, die Effektivität und die Goalies sein. Wir trauen uns mal einen Tipp zu: Carsten Gosdeck macht sein erstes und vielleicht auch zweites Saisontor ;-)

Keine Kommentare: