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Sonntag, 9. Februar 2014

CL ist nicht immer ein Kürzel für Champions League...

...oder die Suche nach dem verlorenen Shutout!

CL sind die Initialen des heutigen Schiedsrichters, doch immer der Reihe nach. Vor nur 2.200 Zuschauern begannen unsere Meisterbesieger mit dem klaren Ziel Triple-Gewinn und bogen früh auf die richtige Spur ein. Allein es fehlte gegen mit "nur" drei Reihen agierende Gäste zunächst das Tor. Bietigheim fiel eigentlich nur durch Einzelaktionen ihres agilen Goldhelms auf, Dresden diktierte das Spiel. Tore sollten im ersten Drittel nicht fallen, da Bietigheim's Spieler zum Beispiel das Tor so geschickt verschoben, dass der Hauptschiedsrichter keinen klaren Blick auf die Torlinie hatte, als Dresden eigentlich zum 1:0 traf, da der Puck hinter der Linie schlummernd zum Erliegen kam, bevor der Gummi-Twist-Weltmeister und 2. der heimischen Kissenschlacht, Frederic Cloutier, ihm unauffällig aus der verbotenen Zone half.

Im zweiten Drittel brachte dann aber Antreiber André Mücke trotz mehrerer verkappter "Raid-Stecker" im Gästegehäuse seine Jungs gegen den Liga-Krösus in Führung und Gosdeck legte mitte des Drittels sogar zum 2:0 nach, was die Gäste jedoch nicht von der sichtlich rostigen Spielweise abbrachte. Sie wussten wahrscheinlich schon um den weiteren Verlauf des Spieles und brachten trotz klarer Bettelei um weitere Tore das 2:0 in die 2. Pause.

Im Schlussabschnitt dann bekam die Partie CL-Charakter, als Bietigheim ein so klares Tor erzielte, dass die mitgereisten Fans vor lauter Freude das Jubeln vergaßen und auch die Spieler voller Überzeugung gleich reaktionslos weiterspielten, um wahrscheinlich gleich das 2:2 nachzulegen, wohlwissend dass ein Pfostentreffer bereits genügen könnte. Das 2:1 hatte Schiri Lenhart übrigens per Videobeweis bereits vorab gesehen, denn schon am 26.12.2013 konnte dieses Tor durch einen echten Video-Fuchs aufgezeichnet und der Schiedsrichter-Vereinigung zugänglich gemacht werden. Vielleicht war die Torreaktion jedoch auch eine kognitive Spätwirkung des kurzzeitigen Lichtausfalls in der Halle während des ersten Drittels. Die Morgenpost postete übrigens schnell wie immer über den Presseticker bereits die Headline des morgigen Sportjournals "Bei den Eislöwen gehen frühzeitig die Lichter aus" - lag damit aber mal wieder falsch, wie auch der Hauptschiedsrichter. Der sich zunächst mit lasziv platzierten Powacklern in der Kurve durchaus Freunde anlachen konnte, jedoch nach dem 2:1 einem wirkungsvollen Dauertorjubel ausgesetzt war, der auch sichtlich die Gäste aus Bietigheim in ihrem Spiel beeinflusste. Ein Hoch also auf die Kurve, die heute Einfluss auf das Spiel nahm und im letzten Drittel teilweise das Geschehen in die richtigen Bahnen lenken konnte.

Nachdem dann auch noch Oliver Kahn reloaded traf (das Tor wurde trotz Netzwackelns und Jubel anerkannt) und unter den dritten Meisterbe-Sieg den Haken setzte, war aber auch die Fehlentscheidung vergessen und so ließen es sich nach Spielende auch einige Stählerne nicht nehmen, noch wegen dieses ungerechten Spielergebnisses Beschwerde bei CL einzureichen. Dieser ging zwar bei der Wahl zum Spieler des Tages knapp leer aus, konnte aber mit der Gewissheit seiner gestiegenen Popularität zufrieden die Heimreise nach Hessen antreten.

Letztlich müssen wir sogar dankbar sein, denn sonst hätte unser, versteht uns nicht falsch, Topgoalie Kevin Nastiuk einen Shutout erhalten und das wäre nur Wasser auf die Mühlen unseres "Torwart-Verheizers" gewesen. Wenngleich Nastiuk ohne Ende kämpft und solide agiert, jedoch einfach konditionell nach seiner ganz persönlichen O2-World ruft.

Sei es drum. Mit dem ersten Zwischenrundensieg und dem 17. Heimerfolg festigten die Eislöwen ihren 7. Tabellenplatz und können nun am Freitag im direkten Duell mit Bad Nauheim zuhause durch einen Sieg die Playoffs auch rechnerisch klarmachen, was vielleicht Nastiuk doch noch seine wohlverdiente und überfällige Pause einbringen könnte.

Also lasst uns diese Woche voller Vorfreude genießen und am Freitag möglichst den Playoff-Einzug erkämpfen...

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