Mittwoch, 19. März 2014

3 Siege bis zum Halbfinale...

"Friss oder stirb"-Spiele stehen an!

Diesmal muss man emotional echt aufpassen, was man für Äußerungen trifft und daher versuchen wir es sachlich und unter 2 Gesichtspunkten.

1. Die Fans:
Ein Großteil der heute 2.600 anwesenden Fans hat in Sachen Leidensfähigkeit und Hingabe wahrlich überzeugt. Sonst wäre dieses Comeback im letzten Drittel nicht passiert. Was in den letzten 4 Minuten in Teilen der Kurve passiert ist, werden wir nicht ausschweifend kommentieren, aber das machte zumindest aus unserer Wahrnehmung heraus zum Einen keinen Sinn und zum Anderen einen situationsbezogenen Support zunichte. Alles in allem war es aber eine gute Leistung der Kurve, wenn man den Spielverlauf betrachtet.

2. Das Spiel:
Unsere Eislöwen haben im ersten Drittel eigentlich sehr akzeptabel agiert, wenngleich das Überzahlspiel schlicht erbärmlich war und ist. Man ließ weniger Konter zu, spielte kompakter und hielt vor allem die Null. Lenhart war bis dahin auch nicht negativ aufgefallen. Leider nutzten die Jungs die sehbare Leisten- oder Knieverletzung von Pasi Häkkinen nach einer Monster-Fußabwehr nicht aus.

Bis zur 25. Minute hielt das Konstrukt den Rosenheimern stand und dann folgten 3 individuelle Aussetzer binnen 5 Minuten, die unseren Gästen, wie der Jungfrau das Kind, eine deutliche Führung bescherten. Erst wurde gedoppelt ohne dann nachfolgend den freilaufenden Gegenspieler mit Nachdruck zu verfolgen, dann lief die Backcourt-Fehlpass-Maschine heiß und letzten Endes ließ man noch Goalie Nastiuk mit dem Puck allein in seinem Drittel ohne Anspielpunkte zu bieten. Danach folgte eine Auszeit, in der wohl zunächst die Kapitulation verabredet wurde.

Im Schlussdrittel folgte dann aber doch ein klares Aufbäumen mit Unterstützung der Fans. Becker ließ den Knoten platzen und Dresden drückte weiter, spielte alles oder nichts und es roch nach "Alles". Kaartinen verkürzte auf 2:3, als noch zehn Minuten zu gehen waren und nur wenige Sekunden später scheiterte man in einem Alleingang nur knapp an Häkkinen und dem möglichen Ausgleich. Wie es dann so ist, besorgte die Fehlpass-Maschine die kalte Dusche und mit dem 2:4 fiel letztlich auch der Hammer. Wir möchten dabei nicht unerwähnt lassen, dass der Schiedsrichter ein aus unserer Sicht klares Tor der Eislöwen nicht anerkannte, aber das ist ja nichts neues, zumal auch Lenhart weiterhin ungern Beinstellen ahndet und die Gespanne grundsätzlich eine optische Allergie oder Wahrnehmungsstörung bezüglich hoher Stöcke und Stockfouls aufweisen. Der Rest ist Geschichte, aber unser gut bezahlter "Playoff-Coach" hat sicher noch ein paar Eisen im Feuer.

Fazit:
Besserer Beginn, indiskutables Powerplay, extreme Fehlpassquote im Spielaufbau und das unvollendete Comeback besiegeln den dritten Sieg in Serie in der Serie für Favorit Rosenheim. Unterm Strich stehen bislang zwei enttäuschende Heimspiele, aber auch wenn es für einige nur Zweckoptimismus sein mag, die Serie ist noch nicht entschieden. Wir empfehlen, Tomi Pöllänen eine komplette Spielpause zu geben und die erste Reihe umzustellen. Zudem sollten Flachschüsse bevorzugt werden und viel aggressiver im Offensiv-Slot attackiert werden.

Jetzt heißt es kurz Luft holen, durchatmen und dann frei von der Leber weg das nächste Spiel zu spielen. Was haben wir noch zu verlieren? Das Gesicht jedenfalls nicht mehr...

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