Mittwoch, 12. März 2014

Ready to Roar - Bereit zum Brüllen!

Eislöwen dürfen endlich wieder in den Play-Offs ran!

Heute beginnen in der DEL2 die Play-Offs um die Meisterschaft mit den Viertelfinal-Serien und mit dabei unsere Dresdner Eislöwen. Nach zwei Jahren mehr oder weniger erfolgloser Saisons und viel Leiden für die Fans, gibt es nun zumindest ein kleines Fest vor den ernsten Wochen der Weichenstellung für die Zukunft, die natürlich zeitgleich bereits auf Hochtouren läuft.

Konzentrieren wir uns jetzt aber ausschließlich auf das Sportliche! Die Eislöwen haben sich als 7. der Tabelle sehr souverän für die Meisterschaftsspiele qualifiziert und treffen im Viertelfinale auf "Lieblingsgegner" Starbulls Rosenheim. Die Bayern landeten zwar fünf Plätze vor den Eislöwen, mussten sich jedoch bislang in 4 Saisonduellen jeweils Hugo und Co. geschlagen geben. Nun jedoch sind Play-Offs und da zählt Vergangenes schlicht gar nichts. Die Serie startet heute bei Null und die Rosenheimer besitzen zunächst Heimrecht. Wer zuerst 4x seinen Gegner besiegt hat, zieht in's Halbfinale ein. Alle Serien werden im Modus Best of 7 gespielt und somit dürfen sich Fans und Spieler auf möglichst lange Play-offs freuen.

Mit Rosenheim haben die Eislöwen zwar ihren Wunschgegner, jedoch sind die Steer-Schützlinge als Play-Off-Maschine bekannt, agieren oft druckvoll mit 4 Reihen und verfügen über starke Ausländer. Gerade defensiv sind die Bullen stark besetzt und haben in Pasi Häkkinen nicht nur einen ehemaligen Dresdner Publikumsliebling und Ex-Eislöwen im Tor, sondern einen herausragenden Schlussmann zwischen den Pfosten. Die Rolle des Topscorers teilen sich Shawn Weller und Tyler McNeely mit 70 bzw. 69 Punkten und die hohe Ausgeglichenheit des Teams unterstreicht eine Statistik sehr deutlich: Nicht weniger als 16 Spieler haben bereits zweistellig gescored. Jedoch plagen die Rosenheimer aktuell arge Verletzungssorgen. Eine Hand voll Spieler ist im Moment fraglich für einen Play-Off-Einsatz, vor allem auf der Centerposition krankt es, doch in den Play-Offs ist auch vieles einfach nur Psyche und daher werden wir ja heute Abend sehen, wer auf dem Eis steht.

Bei den Eislöwen jedenfalls sind alle Jungs bis auf die 2 Langzeitausfälle Thomas und Garten fit und einsatzfähig. Da die Fölispieler Vincent Schlenker und Thomas Supis die erforderliche Mindestanzahl an 20 Saisonspielen bei den Eislöwen beide erreicht haben, sind sie ebenso für die Eislöwen in den Play-Offs spielberechtigt und werden die Meisterschaftsspiele mit Dresden bestreiten, da sie auch nicht im Play-Off-Kader der Eisbären gelistet sind. Das dürfte ein nicht unwichtiger Faktor für unser Team und das Spiel mit 4 Reihen sein. Übrigens sind die Eislöwen ebenfalls wahnsinnig ausgeglichen besetzt, denn 14 einsatzfähige Spieler haben auch in den blau-weißen Reihen bereits zweistellig gepunktet. Die Topscorer-Position ist dabei fest in finnischer Hand, da Tomi Pöllänen knapp vor Rekordtorschütze Sami Kaartinen liegt. Ja richtig, Rekordtorschütze. Wir haben uns nochmal die Mühe gemacht und alle Pflichtspielstatistiken gesichtet und da fiel uns auf, dass Sami mit dem Tor am Sonntag gegen Ravensburg nun 140 Pflichtspieltore aufweisen kann, während Legende Petr Sikora "nur" auf 138 Tore kommt. Nun hoffen wir, dass Sami noch einige Treffer hinzufügen und den Rekord deutlich ausbauen kann. Natürlich wird auch Kevin Nastiuk im Tor ein entscheidender Punkt. Bleibt er fit, ist er ein ebenso starker Rückhalt wie sein Gegenüber und kann die Eislöwen weit bringen.

Auch die Special Teams werden sehr entscheidend sein in den anstehenden Play-Offs und da gibt es gleich zwei für viele etwas überraschende Erkenntnisse. Zum einen besitzen die Eislöwen das deutlich effizientere Überzahlspiel als die Starbulls (waren doch Eislöwenteams sonst nie für gutes Powerplay bekannt) und zum Anderen hat das Penalty-Killing arg gelitten. Mit 78 % Unterzahlquote weisen die Eislöwen clubgeschichtlich den wohl schlechtesten Wert seit Zweitliga-Zugehörigkeit auf. Rosenheim ist in Unterzahl deutlich stabiler als Dresden und so gleichen sich auf dem Papier die Stärken und Schwächen eigentlich aus. Entscheidend ist aber wie immer auf dem Eis...

Da die Eislöwen auch auswärts siegen müssen, um die Serie zu gewinnen, lohnt ein Blick auf die Auswärtsbilanz des Teams. Während beide Clubs sehr heimstark sind, gelang den Eislöwen in der Fremde wenig Zählbares. Nur 8 Siege gelangen in gegnerischen Hallen bei 27 Spielen. Da gilt es nun hoffentlich auch bei Null anzufangen und eine neue Stärke zu entwickeln, sonst ist der Halbfinaltraum schnell ausgeträumt.

Fazit:
Rosenheim ist auf dem Papier leichter Favorit, jedoch hat Dresden starke Aussenseiter-Chancen und wenn jemand wetten möchte, setzen wir natürlich auf unsere Jungs! In diesem Sinne auf eine schöne Serie mit emotionalen und leidenschaftlichen Spielen, tollem Sport, heißer Atmosphäre und coolem Ergebnis.

Mission "Bullriding" beginnt JETZT! Packt die Bullen an den Hörnern und macht den Halbfinal-Traum wahr. Nur noch 4!

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