Donnerstag, 27. August 2015

Rodmännchen (und der böse Wolf)!

Ein Geschichte der Gebrüder Rodman...

Es waren einmal 2 begabte slowenische Eishockeyspieler, die hatte jedermann lieb, der sie nur betrachten durfte, am allerliebsten aber ihr Großonkel Popi. Der wusste gar nicht, was er den Männchen alles geben sollte. Einmal schenkte er ihnen 2 Leibchen von blau-weißem Glanz, und weil ihnen das so wohl stand, und sie nichts anders mehr tragen wollten, hießen sie fortan nur noch die Rodmännchen.

Eines Tages sprach Popi zu ihnen: "Kommt, Rodmännchen, da habt ihr einen Puck und 2 Schläger, bring dem Geschäftsführer einen Sieg hinauf; er ist müde und schwach und wird sich daran laben. Macht euch auf, bevor es heiß wird, und wenn ihr hinaufkommt, so spielt hübsch sittsam und lauf nicht vom Wege ab, sonst fallt ihr und zerbrecht eure Schläger, und der Sieg ist verloren. Und wenn ihr in die Kühlbox kommt, so vergesst nicht guten Tag und Entschuldigung zu sagen und guck nicht erst in allen Ecken herum!"

"Wir wollen schon alles richtig machen," sagten die Rodmännchen zum Großonkel, und gaben ihm die Hand darauf. Der Geschäftsführer aber wohnte oben im VIP-Wald, eine halbe Ewigkeit entfernt vom Eise der Dreckshauptstadt. Wie nun die Rodmännchen auf das Eis kamen, begegnete ihnen der Wolf. Die Rodmännchen aber wussten nicht, was das für ein böses Tier war, und fürchteten sich nicht vor ihm. "Guten Tag, ihr Rodmännchen!" sprach er. "Schönen Dank, Wolf!" - "Wo hinaus so früh, Rodmännchen?" - "Auf zum Tor, gewinnen" - "Was tragt ihr unter der Schürze?" - "Suspensorium und Fight Strap. Gestern haben wir trainiert, da soll sich der arme und schwache Geschäftsführer etwas zugut tun und sich damit stärken, dass wir deine Kühlschränke heut besiegen." - "Rodmännchen, wo ist denn euer Geschäftsführer?" - "Noch gute 8 Meter weiter über dem Eis, unter den drei großen Zapfhähnen, da steht der VIP-Bereich, unten sind die Sitzplatzgeraden, das wirst du ja wissen," sagten die Rodmännchen. Der Wolf dachte bei sich: Die jungen, zarten Dinger, die sind ein fetter Bissen, die werden noch besser schmecken als die Alten aus der DEL. Man muss es listig anfangen, damit man beide schnappt. Da lief er ein Weilchen neben den Rodmännchen her, dann sprach er: "Rodmännchen, seht einmal die schönen Bullykreise, die ringsumher stehen. Warum guckt ihr euch nicht um? Ich glaube, ihr hört gar nicht, wie die Vöglein gleich so lieblich singen, wenn ich euch checke? Ihr geht ja für euch hin, als wenn ihr zur Popi-Schule gehen würdet, dabei ist es ohne System so lustig haussen auf dem Eis."

Die Rodmännchen schlugen die Augen auf, und als sie sahen, wie die Sternlein durch den Baum hin und her tanzten und alles voll schöner Blumen stand, dachten sie: Wenn wir dem GF auch noch eine Spieldauerdispziplinarstrafe mitbringen, das wird ihm auch Freude machen; es ist so früh in der Saison. Und wenn der Wolf eine gebrochene Nase hatte, was solls. Der Wolf aber ging nach seinem Spielverweis geradewegs zum VIP und klopfte an die Türe. "Wer ist draußen?" - "Die Rodmännchen, wir bringen Tore und Sieg, mach auf!" - "Drückt nur auf die Klinke!" rief der Geschäftsführer, "ich hab die Hände voll und kann nicht aufstehen." Der Wolf drückte auf die Klinke, die Türe sprang auf und er ging, ohne ein Wort zu sprechen, gerade zum GF und verschluckte ihn. Dann tat er seine Kleider an, setzte seinen Schnabel auf, setzte sich an den Tresen und zog die Türe zu.

Die Rodmännchen aber, waren gleichzeitig Kreise um das Freezerstor gelaufen, und als sie so viele Tore zusammenhatten, dass sie keiner mehr tragen konnte, fiel ihnen der GF wieder ein, und sie machten sich in der Drittelpause auf den Weg zu ihm. Sie wunderten sich, dass die Tür aufstand, und wie sie in den VIP traten, so kam es ihnen so seltsam darin vor, dass sie dachten: Ei, du mein Gott, wie ängstlich wird's uns grad zumut, und sind wir doch sonst so gerne beim GF! Sie riefen: "Wir haben 2 Drittel gewonnen, Chef" bekamen aber keine Antwort. Darauf gingen sie zum Tresen und knipsten die Lichter an. Da stand der GF und hatte den Schnabel tief ins Gesicht gesetzt und sah so wunderlich aus. "Ei, Chef, was hast du für große Ohren!" - "Dass ich euch besser hören kann!" - "Ei, Geschäftsführer, was hast du für große Augen!" - "Dass ich euch besser sehen kann!" - "Ei, GF, was hast du für große Hände!" - "Dass ich euch besser packen kann!" - "Aber, Herr Geschäftsführer, was hast du für einen entsetzlich großen Schnabel!" - "Dass ich euch besser fressen kann!" Kaum hatte der Wolf das gesagt, so tat er einen Satz über den Tresen und verschlang die armen Rodmännchen.

Wie der Wolf seinen Appetit gestillt hatte, legte er sich in die Kabine, schlief ein und fing an, überlaut zu schnarchen. Der Jaeger ging eben an der Kabine vorbei und dachte: Wer da wohl schnarcht! Das kann doch nur ein gelangweilter Ex-NHLer sein. Da trat er in die Kabine, und wie er vor den Schnabel kam, so sah er, dass der Wolf darin steckte. "Finde ich dich hier, du alter Sünder," sagte er, "ich habe dich lange gesucht." Nun wollte er seine Kelle anlegen, da fiel ihm ein, der Wolf könnte den GF gefressen haben und er wäre noch zu retten, schlug nicht, sondern nahm eine Kufe und fing an, dem schlafenden Wolf den Bauch aufzuschneiden. Wie er ein paar Schnitte getan hatte, da sah er die Leibchen der Rodmännchen leuchten, und noch ein paar Schnitte, da sprangen die Männchen heraus und riefen: "Ach, wie war ich erschrocken, wie war's so dunkel in dem Wolf seinem Leib!" Und dann kam der alte Geschäftsführer auch noch lebendig heraus und konnte kaum atmen. Die Rodmännchen aber holten geschwind große Steine, damit füllten sie dem Wolf den Leib, und wie er aufwachte, wollte er fortspringen, aber die Steine waren so schwer, dass er gleich niedersank den Rest des Spiels wie bleiern übers Eis stolperte.

Da waren alle 4 vergnügt. Der Jaeger ging vergnügt als Held heim, der Geschäftsführer genoss den Sieg und die vielen Tore, die, die Rodmännchen gebracht hatten, und erholte sich wieder; Die Rodmännchen aber dachten: Wir werden fortan nur noch so spielen, wie es der Popi möchte.

Es wird auch erzählt, dass einmal, als die Rodmännchen dem Geschäftsführer wieder einen Siegen brachten, ein anderer Wolf sie angesprochen und vom Siege habe abhalten wollen. Die Rodmännchen aber hüteten sich und ging geradefort ihrer Wege Richtung gegnerisches Tor und sagten dem GF, dass sie dem Wolf begegnet wären, der ihnen guten Tag gewünscht, aber so bös aus den Augen geguckt hätte: "Wenn's nicht auf offenem Eis gewesen wäre, er hätte uns gefressen." - "Kommt," sagte der Geschäftsführer, "wir wollen unser Tor hinten mit dem Jaeger verschließen, dass der Wolf nicht hereintreffen kann." Bald danach klopfte der Wolf wütend aufs Eis und rief: "Macht auf, ich bin ein Rodmännchen und will ein Tor schießen." Sie schwiegen aber und machten das Tor nicht auf. Da schlich der Graukopf etlichemal um das Gehäuse, sprang endlich aufs Netz und wollte warten, bis Jaeger aus dem Tor ginge, dann wollte er ums Tor schleichen und das Tor treffen. Aber der Großonkel Popi merkte, was er im Sinne hatte. Nun stand vor dem Tor noch ein großer Cüpper, Da sprach Popi zu dem Kind: "Nimm den Eimer mit heißem Wasser. Wenn der Wolf auf dich zugefahren kommt, schütte den Eimer aus." Der Wolf kam und schnupperte am Tor, doch Cüpper schüttete den Eimer aus, Wolf guckte hinab, endlich machte er den Hals so lang, dass er sich nicht mehr halten konnte, und anfing zu rutschen; so stürzte er vor dem Tor und flog ohne Puck geradewegs in die Bande hinein und ging darauf vom Eis. Die Rodmännchen, der Jaeger, der Cüpper, der Großonkel und der GF aber gingen fröhlich nach Haus, und von nun an gab es Sieg um Sieg...

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