JETZT ANMELDEN!!!

Donnerstag, 10. September 2015

The same procedure than last year Mr. Popi?

Erneut starten die Eislöwen beim ESV Kaufbeuren in die neue Saison...

Aufgrund der Spielansetzung gibt es zum Saisonauftakt ein Deja-Vu für die Eislöwen. Beim Endergebnis gilt es, diese Erfahrung jedoch zu vermeiden, verlor man doch zum Auftakt der letzten Spielzeit mit 4:2 bei den Allgäuern. Vor allem eine mangelhafte Chancenverwertung und ein Horrorstart ins erste Drittel mit 3 schnellen Gegentoren waren damals ausschlaggebend für die Niederlage, auch wenn man die letzten zwei Drittel eine gute Moral zeigen konnte.

Unser Team

Man darf gespannt sein, ob die neuen Offensivbesen den Puck diesmal effektiver und konstanter ins gegnerische Tor kehren. Ein Top-Duo ist mit Campbell/Reed zumindest schonmal einsatzbereit und deutete seine Qualität bereits in der Vorbereitung an, während die gut harmonierenden Rodman-Brüder wohl noch eine Weile getrennte Wege gehen müssen. Kapitän Marcel Rodman laboriert schließlich noch an den Folgen des dämlichen Wolf-Checks aus dem Spiel gegen die Hamburg Freezers. Neben dem fehlenden Käpt'n, fällt definitiv auch Verteidiger Tomas Schmidt aus, der sicherlich noch ein paar Wochen Regeneration nach seiner Verletzung braucht. Gespannt darf man auf dem Fölisektor sein. Wer wird wohl dauerhaft für Dresden auflaufen? Filin? Wäre wünschenswert, ist aber aufgrund seiner Leistungen fraglich. Schlenker? Möglich. Wissmann? Wohl recht sicher ein weiteres Jahr in DD. Cüpper? Logischerweise gesetzt in Dresden! Bei den anderen Neulingen wird man jeweils zum Spieltag die offizielle Meldung abwarten müssen.

Im Tor dürfte es wie immer keine Sorgen geben. Jaeger hat nach anfänglichen Patzern seinen Rhythmus gefunden und glänzte zuletzt ebenso wie ein erstaunlich abgeklärter Cüpper, der auch in Kaufbeuren starten wird.

Die Abwehr bzw. das Abwehrverhalten der ganzen Mannschaft bietet das größte Entwicklungspotential. In der Vorbereitung war eine Entwicklung durchaus schon positiv erkennbar. Das Team hat die neue Spielphilosophie gut angenommen. Jedoch müssen bei einem derart laufintensiven und temporeichen Spiel eben grobe Fehler minimiert werden, um nicht stetig ausgekontert zu werden.

Die Offensive hat sich zuletzt gut eingeschossen. Im Schnitt fast 35 Schüsse auf das gegnerische Tor gebracht und Selbstvertrauen im Abschluss gesammelt. Das Team ist schnell, kombinationsstark und auch individuell über 3 Reihen gefährlich. Wichtig ist eine gute Balance und nicht zu blind und euphorisch anzurennen. Dabei sind vor allem die Leader gefragt, auch wenn natürlich mit Marcel Rodman der wichtigste Mann noch fehlt.

Die Special Teams brauchen noch Zeit. Unterzahl dürfte wie immer solide funktionieren und sich dann im Laufe der Saison steigern, beim Powerplay gab es Licht und Schatten. Mit dem Kapitän an Bord durchaus ambitioniert, aber oft viel zu viel klein-klein und zu wenig Abschlüsse. Da darf man gespannt sein, wohin die Reise geht. Das spielerische Potential gibt Anlass zur Hoffnung auf ein echtes Powerplay als nützliche Waffe.

Unser Auftaktgegner

Kaufbeuren ist schon fast traditionell kein gutes Pflaster für Dresden und das Team mit der letzten Saison nicht mehr vergleichbar, als man mit einem Kraftakt in letzter Instanz den Abstieg noch verhindern konnte. Natürlich sind bewährte Kräfte geblieben. Menge, Schmidle, Fröhlich, Oppolzer, Heider, Vajs und Co. bilden das Grundgerüst des Teams. Dazu kommt eine gewohnt starke Nachwuchsabteilung. Alles Neu ist jedoch auf den Ausländerpositionen, wo man sich enorm verstärken und die Qualität der Mannschaft auch in der Breite steigern konnte. Defensiv hat man mit Versteeg und Baldwin körperliche Präsenz gewonnen und offensiv mit St. Jacques einen starken Routinier mit Meisterehren dazugeholt. Der vierte Kanadier im Bunde ist Josh Burnell, der sich mit einer überragenden Oberliga-Saison in Füssen für höhere Aufgaben förmlich aufgedrängt hat und durchaus auch in der DEL2 zum Scorer mutieren könnte. Mit Rückkehrer Woidtke (zuletzt Eislöwe) und Baindl hat man zudem gute Rollenspieler verpflichtet und geht mit neuem Trainer und neuer Aufbruchstimmung in die Spielzeit.

Worauf kommt es an?

Wie immer ist Stabilität das Wichtigste. Defensiv sicher agieren und offensiv Nadelstiche setzen, was bei unserer individuellen Klasse möglich sein muss. Wenn man zudem ESVK-Goalie Vajs nicht wiederholt berühmt schießt, sondern effizient abschließt, sollte ein Auftaktsieg machbar sein. Das erste Spiel gibt nie die Richtung für die ganze Saison vor, aber gerade für ein neues Team ist es wichtig und förderlich, gut zu starten. Drücken wir also die Daumen für die ersten Punkte morgen in Kaufbeuren.

Keine Kommentare: