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Donnerstag, 15. Oktober 2015

Die leichtesten Gegner sind oftmals die Schwersten...

Eislöwen müssen in den Falkenhorst!

Geht man nach der Papierform, muss man das Spiel in Heilbronn als klarer Favorit natürlich gewinnen. Aber wir haben bereits letzte Saison an gleicher Stelle erlebt, was passiert, wenn man nicht an seine Leistungsgrenze geht. Damals verlor man im Kampf um die Playoffplätze sang- & klanglos beim späteren Absteiger und Punktelieferant Heilbronn mit 5:1. Somit gilt gegen den DEL2-Nachrücker höchste Konzentration, um auch beim Tabellenletzten die aktuelle Siegesserie fortsetzen zu können.

Dresden kann dabei auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch Kai Wissmann und der letztwöchige Debütant Can Matthäs werden wieder zum Kader gehören. Fehlen werden nur der noch 2 Spiele gesperrte Petr Macholda und der langzeitverletzte Kapitän Marcel Rodman. Im Tor dürfte erneut Brett Jaeger stehen, der zuletzt eine beachtliche Form zeigte.

Sein Pendant auf Falkenseite ist in Dresden kein Unbekannter, hütete Peter Holmgren doch in der letzten Saison noch das Eislöwen-Gehäuse. Nun ist er die wohl ärmste "Sau" der Liga, da er den letzten Mann der aktuell löchrigsten Abwehr der Liga gibt. 273 Torschüsse ließen die Mannen von Coach Mannix Wolf (vielleicht muss er ja karmatechnisch für seinen Sohnemann büßen) in 10 Spielen zu, davon fanden bereits 47 den Weg ins eigene Tor. Die Abwehr ist somit die große Schwachstelle der Falken, die offensiv dagegen durchaus Qualität aufweisen und mit dem kanadischen Duo Brace/Schell zwei absolute Scorer aufbieten können. Das Problem ist jedoch, dass die komplette Produktivität im Spiel fast gänzlich auf diesen 2 Spielern in Verbindung mit Patrick Schmid basiert. Dieser Topreihe fehlt schlichtweg die notwendige Entlastung und macht das Falkenspiel berechenbar, auch wenn zum Beispiel mit Tom Fiedler, David Hajek und dem letztjährigen Eislöwen-Top-Torjäger Carsten Gosdeck, dessen Blueliner immernoch gefürchtet sind und auch morgen bestenfalls verhindert werden sollten, durchaus gute Qualität im Kader vorhanden ist. Zudem ist Heilbronn teilweise zu undiszipliniert, was bei Reizfiguren wie Rinke und Co. jedoch kaum verwundert. Daher sollte man wieder cool agieren und das zuletzt starke Powerplay nach Möglichkeit entscheidend nutzen.

Zusammengefasst kann man sagen, den Falken fehlt es im Kader an der qualitativen Breite und auch etwas an Tempo und Dynamik über mehrere Reihen verteilt. Das gilt es vehement auszunutzen und das zuletzt gewohnte, stabile Spiel aufzuziehen. Hinten aufmerksam und robust im Zweikampf sowie schnell umschaltend, offensiv druckvoll und unberechenbar, kombinationsstark und zielstrebig im Abschluss. Dann, aber auch nur dann, sollten beim Schlusslicht der Liga definitiv 3 Punkte aus dem Nest gepflückt werden, andernfalls kann es zu einem sehr zähen und unglücklichen Date verkommen. Also gilt der oberste Grundsatz für 1. Dates: "Wir sind auf dem Eis nicht gut zu Vögeln!" Fertig.

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