Samstag, 19. März 2016

Playoffs, unser Film: Kein Märchen - ein Stück Realität...

David erlegt Goliath im 5. Akt!

Was für ein episches Drama in 5 Akten und am Ende siegt die Gerechtigkeit. Die Eislöwen begannen im ersten Akt sehr windstark, man könnte meinen, der neueste Mediamarkt-Werbesport wurde in der EVA gedreht, denn Popiesch und Co. riefen ständig "nicht so dominaaaaaaant..." doch Dresden drückte aufs Tempo, vergaß aber wieder das Toreschießen.

Dann ging man torlos in Akt zwei und plötzlich führten die blutleckenden Alten Herren von Werder Bremen wie aus dem Nichts und stellten das Spiel auf den Kopf. Aber da kennen sie sich ja aus, so kopfüber auf dem Spielfeld. Dresden antwortete mit einem 30-sekündigen Doppeltor-Monolog und musste dennoch ohne Führung den Akt verlassen, da die Schauspielgruppe Flensburg Süd das hintere Gerüst der Bühne traf und ein Linesman schon vor Ostern Eier zeigte. Allerdings haben wir als Kurve auch den Eindruck verstärkt, dass diese Scheibe klirrte.

Akt drei und die Pinguine voll dabei. Das Aerobictraining zeichnete sich immer stärker aus. Diverse Turnübungen kombiniert mit altersbedingten Schwächeanfällen zeichneten das Bild des Drittels. Fallsucht hatte man bisher ja eher mit Robben statt Pinguinen verbunden, aber keine Frage, sie versuchten echt alles, außer vielleicht Eishockey spielen. Das überließen sie wieder uns, doch auch unser Ensemble ließ sich etwas vom Drehbuch des Art Directors Popiesch und Regisseurs Alfred "Hitchcock" Prey irritieren und befeuerte teilweise die Spotlightshow mit Hang zum kinskiesken Klamauk. So erlebte das Publikum mal wieder eine extended Version eines Playoffstücks des Jahres 2016.

Akt vier brachte dann die Sinuskurven der Dramatik förmlich zum tanzen. Hier ein McBeth oder heißt der McPherson? Da zur Erfrischung ein Miller Lite. Zwischendurch hatte Timmy auch noch gepupst, aber immerhin war das eigentliche Spiel nicht für den Arsch, da sich unsere Jungs weiter selbigen aufrissen und Minute um Minute frischer statt müder wirkten. Das Credo der Serie "Kuhn hat zu tun" blieb tagesaktuell, während Jaeger mit seinen Leistungen seinem Ex-Team ständig den Mittelfinger zeigte und sein Team stets oberhalb des Orchestergrabens hielt. So blieb letztlich auch der vierte Akt nur dramaturgisches Beiwerk, da der Caterer leider wieder nur Pausentee und kein Zielwasser anbot.

Im fünften Akt jedoch ging der Filmcrew von Happy Feet dann schnell die Flatter und Bill befahl den Kill. Letztlich erlegte David Rodman den Gacker-Goliath von der Küste mit einem würdigen Finalsolo. Geiles Ding! Ein Spiel dauert doch 90 Minuten, würde Herberger vielleicht sagen, aber da hat wohl vorher schon jemand das Lampl der Gäste ausgeknipst, obgleich uns doch bereits seit Spiel 1 die Puste fehlt. Einen großen Schnabel muss man sich eben auch leisten können.

Verbeugen, Klatschen, Vorhang zu. Spiel 4 ist im Kasten. Kurze Drehpause und dann zum nächsten und bitte letzten Drehtag nach Bremerhaven. Volldampf für den halbfinalen Akt!!!!

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