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Montag, 18. April 2016

Kopieren die Eislöwen das Bremerhaven-Modell?

Nächster 2-Pass-Spieler wechselt an die Elbe...

Mit Martin Davídek wechselt ein bereits bestens bekannter deutsch-tschechischer Stürmer im besten Eishockeyalter zu den Dresdner Eislöwen. Davídek ist 29 Jahre alt, Rechtsschütze und auf dem linken Flügel zuhause. Aus seiner Zeit bei den Landshut Cannibals ist er jedem Zweitligafan ein Begriff. Damals zählte er 3 Saisons zu den Topspielern des Teams vom Gutenbergweg, ehe er dem Lockruf des damaligen DEL-Meisters Ingolstadt folgte und für 2 Jahre die Schlittschuhe in der höchsten deutschen Spielklasse schnürte, bevor er nun den Weg zurück in die 2. Liga gefunden hat.

Er konnte sich letztlich in Ingolstadt nicht gänzlich durchsetzen, ist für die DEL2 aber ein überdurchschnittlicher Akteur tschechischer Schule und mit deutschem Pass eben keine Belastung für das kleine Ausländerkontingent.

Der Mann aus Opava durchlief sämtliche Nachwuchsmannschaften seines Heimatclubs und spielte bis zur U-20 auch in der Nationalauswahl seines Geburtslandes, konnte sich jedoch in der Extraliga ebenso wenig durchsetzen wie in der DEL. Die DEL2 ist für ihn genau das richtige Pflaster, um seine Qualitäten gewinnbringend einzusetzen. 2011 kehrte er Tschechien den Rücken und kennt somit nun bereits über 5 Jahre das deutsche Eishockey, bringt viel Erfahrung mit und dürfte eine echte Verstärkung für die Offensive der Eislöwen sein. Martin Davídek ist titelerfahren, besitzt das Meister-Gen, feierte 2012 als einer der Scoring-Leader den Zweitligatitel mit Landshut und war Vizemeister in der DEL.

Mit seiner Technik und stabilen Spielweise verbessert er die Qualität auf der Flügelposition der Eislöwen, ebenso wie die andere Neuverpflichtung Alex Höller.

Herzlich Willkommen in Dresden.

Mit Martin Davídek ist auch der zweite Neuzugang ein Spieler mit 2 Pässen und dürfte längst nicht der Letzte im Reigen sein. Wir können gespannt sein, ob das "Bremerhavener Modell" nun ligaweit Anwendung findet, sehen dies in Hinblick auf die Förderung des deutschen Eishockeynachwuchses aber durchaus kritisch, wenngleich auch die finanziellen Aspekte für Clubs immer eine wichtige bzw. übergeordnete Rolle spielen werden.

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