Mittwoch, 6. April 2016

Raus mit Applaus!

We played well but Shawn and Co. played "Weller"...

Es hat nicht sollen sein. Nach großem Kampf im aber wohl niveau-schwächsten Halbfinalspiel der Serie verliert Dresden das 4. Mal und muss dem amtierenden Meister Bietigheim den Vortritt ins Finale lassen.

Wenn man überhaupt davon reden kann, dass man die kleine durchaus realistische Chance auf den Finaleinzug verschenkt hat, dann in Spiel 2 und 3, wo man die Überlegenheit nicht in Siege ummünzen konnte. Doch was im Gedächtnis bleibt, ist eine großartige Playoffserie auf höchstem Niveau dank zweier Topteams. Den Unterschied haben letztlich die Erfahrung in Verbindung mit der größeren Effektivität und die effizienteren Special Teams gemacht und daher ist Bietigheim auch verdientermaßen zum vierten Mal in Serie ins Finale eingezogen. Nun mutieren wir möglicherweise wie schon letzte Saison von der Mannschaft, die die Meister schafft, zum Team was den Meister macht. Wir gratulieren den Steelers zum verdienten Einzug ins Finale und wünschen eine erfolgreiche Finalserie. Der 5. April ist eben auch nicht wirklich prädestiniert dafür ein Eislöwen-Feiertag zu sein. Auch 2008 verlor man an diesem Tag ein Halbfinalspiel, damals allerdings in den Oberliga-Playoffs beim EV Füssen und es war erst Spiel 2 und die einzige Niederlage in der Serie. 8 Tage später folgte schließlich der 2. Aufstieg der Clubgeschichte in die 2. Liga, der wir seitdem ohne Unterbrechung angehören, was auch nie selbstverständlich war, ist und sein wird.

Rückblickend war es eine großartige Saison, deren jetziger Ausgang durch 2 Seuchenmonate nach dem D-Cup bis zum Jahreswechsel wohl nur noch von den kühnsten Optimisten erwartet worden wäre. Doch das Team hat auch dank des Trainerwechsels die Furcht vor möglichen Playdowns schnell vertreiben können und sich innerhalb von 90 Tagen auch dank starker Mentalität und Moral deutlich verbessert und weiterentwickelt. Hatte man sich dann zum Auftakt der Meisterrunde als Favorit gegen den selbsternannten Sachsenmeister noch sehr durch die Pre-Playoffs gequält, so zeigte das Team dann in herausragenden Serien gegen die Meister der letzten zwei Spielzeiten, wozu es fähig ist und lieferte am Ende die beste Saison der Vereinsgeschichte. Danke Männer für geile Playoffs und auf ein Neues in der nächsten Saison.

Fast zeitgleich mit dem einzigartigen Winterderby wurde mit Bill Stewart eine hoffentlich neue Ära eingeläutet, denn Stewart hat in Dresden für neue Lust auf Eishockey gesorgt und all seine Stärken als Coach gezeigt. Nun gilt es, diesen Trainer zu halten und uns fallen auch nicht viele Spieler ein, die man freiwillig ziehen lassen sollte. Natürlich gilt es leistungstechnisch und finanziell vor allem auch bei den Kontingentspielern kritisch zu hinterfragen, wer wie fit ist oder wird und wer seinen Leistungszenit abgerufen hat bzw. abrufen kann. Wir wollen jetzt keine Namen nennen, da jeder selbst in der Lage ist, festzustellen, welche Kontis beeindruckt haben und welche enttäuscht.

So oder so wird die nächste Saison genug Neues liefern. Neue Kooperation, neue Vorbereitung mit frischem Trainer und doch möglichst ein eingespieltes Team, was gezeigt hat, dass ihm nicht viele Entwicklungsschritte zum ernsten Titelkandidaten fehlen. Während viele mangels Aufstieg vom Kampf um die goldene Ananas reden, ist es für uns nämlich ein jährlicher Kampf um den Titel einer stark besetzten und niveauvollen Meisterschaft und diese zu gewinnen, sollte für jedes Team und jeden Sportler das oberste Ziel sein. Daher mögen wir Ananas.

Wenn man Stewart unter Wahrung der finanziellen Grenzen die Möglichkeit gibt, ein Team in DD zu entwickeln, dürften erfolgreiche Jahre ins Haus stehen. Doch all das ist Zukunftsmusik. Jetzt schauen wir erstmal stolz auf eine wilde Saison mit geilen Playoffs, ein paar Tiefen, aber vielen Höhepunkten und genießen die restliche Eishockeyzeit in den anderen Stadion und/oder im TV, hoffen auf eine gute WM und auch in der Sommerpause auf viele Treffen innerhalb der Szene. Sei es zum Inlinehockey, einfachen Skaten, Grillfeiern oder kulturellen Unternehmungen.

Wir wünschen der blau-weißen Familie eine schöne Sommerpause voller Vorfreude auf die nächste Spielzeit.

P.S.: Im Sommer stehen trotzdem viele Themen auf dem Plan. Sei es die Verbesserung der Einheitsbildung in der Fanszene, sei es der Kampf um eine faire Preispolitik und die Förderung des Nachwuchses, egal ob auf den Rängen oder auf dem Eis und viele weitere Dinge, wie Merchandising etc. pp. Hier gilt es in allen Punkten einen gemeinsamen Nenner zu finden, zusammenzustehen und sich konstruktiv auszutauschen. Auf geht's...



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