Mittwoch, 25. Mai 2016

Wenn es einen trifft, trifft es alle!

AEG nimmt "Kühlschränke" aus dem Sortiment...

Bitter! Wieder verschwindet ein Eishockeyclub vom Erdboden...

Egal, ob als Retorte beziffert oder von Gönnern befruchtet, wenn nach 14 Jahren ein Standort einfach so verschwindet, ist das nicht nur unglaublich hart für die Mitarbeiter und Anhänger, sondern auch die Kehrseite eines Gönners. Spielzeug rentiert sich nicht mehr, weg damit! Ein Unding und doch legitim. Die Folgen aber sind immens.

Eine ganzer Club meldet sich arbeitssuchend, dabei fällt es den Spielern meist noch am leichtesten, einen Ersatz zu finden. Dennoch war der Zeitpunkt mies und kalkuliert gewählt.

Die Folgen? Die DEL benötigt einen Nachrücker. Bremerhaven ist der einzige Bewerber, der alle Fristen und Bürgschaften eingehalten hat und dürfte auch fähig sein, die Forderungen für eine Lizenz zu erfüllen. Schön für die DEL. Doch damit geht der DEL2 nicht nur ein Teilnehmer, sondern ein Zugpferd und Aushängeschild verloren. Ok sagen nun manche, Regensburg hat doch signalisiert, nachrücken zu wollen, ja sogar aus Holland gibt es positive Signale. Gut. Aber dann fehlt eben im Unterbau wieder ein Teilnehmer. Erkenntnis wie eh und je: Es braucht eine andere Struktur und eigentlich wissen wir seit Jahren, dass wir trotz der Auf- und Abstiegstradition irgendwo einen Mittelweg finden müssen, der eine Ebene zum Ausbildungssektor macht, der Clubs auf eine Maximalzahl beschränkt und all die Spielzeugnutzer im Semi-Pro-Sektor in den Amateurstatus schiebt. Es wäre zudem nicht abwägig, die 2 Eliteligen zu vernetzen und in Gruppen zu unterteilen und damit auch zu vergrößern. Ähnlich wie NHL und AHL, nur mit Relegationsmöglichkeit.

Doch letztlich steht und fällt alles mit dem Nachwuchs- und Amateurbereich und da ist guter Rat teuer. Wie schafft man es, jedem sein Hobby bzw. seine Leidenschaft zu ermöglichen und dennoch sinnvoll Strukturen zu steuern, um keine ungesunde Konkurrenz zu schaffen? Man kann nur wie jedes Jahr fragen, quo vadis Eishockey?! Aber was die beste Lösung ist? Wissen auch wir nicht, zumal überall der Fußball regiert und das mittlerweile 25 Stunden ;-) am Tag...

Wir wünschen den Freezersfans viel Kraft, wir wissen wie es ist, wenn dein Club in fremden Händen liegt und die Existenz bedroht ist. Vielleicht lässt sich mit dem Spendengeld auch mit einem neuen Verein regional starten und auf lange Sicht eine starke Clubgemeinschaft bilden. Das Hamburger Eishockey sind nicht nur die Freezers! Auch wenn die Stadt scheinbar binnen eines Jahres beinah sämtliche sportlichen Zugpferde verloren hat, natürlich außer den Fußball. Aber Handball und Eishockey weg, Olympia abgelehnt. Aber das ist ein anderes Thema

Bleibt dem Eishockey treu und geht weiter eurer Leidenschaft nach, dass ist das Wichtigste! Eishockey lebt und ist lebendiger als viele andere Sportarten.

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