Montag, 13. März 2017

Hey Jokers - Eishockey ist kein Kartenspiel!

Hey Eislöwen - Hey Eislöwen - Los jetze, die Serie wird kein Pappenstiel!

Es geht endlich los. Playoffzeit. Karten auf den Tisch, Visier runter, Schläger auf das Eis, der Puck fällt, Vollgas! Am Besten von Osterloh bis Osterfeuer, dann ist das Finale sicher, aber wie man aus der Playoff-Erfahrung heraus weiß (naja, also wenn man welche hat), denkt man nur von Spiel zu Spiel. So wie vor 9 Jahren im März, als man in der damals nagelneuen, unfertigen Brauerei-Halle für Flutbedürftige zu Dresden im Playoff-Viertelfinale der damaligen Oberliga auch auf Kaufbeuren traf und sich mit 4:1 durchsetzen konnte. Man verlor lediglich Spiel 4 am Berliner Platz knapp mit 2:1. Damit es zum 10-jährigen Hallenjubiläum ähnlich läuft, braucht es aber die volle Dröhnung Potentialentfaltung durch alle Reihen, gern auch auf den Rängen. Nicht labern, brüllen!

Wir könnten dann jetzt noch obligatorisch alle Mannschaftsteile vergleichen. Im Tor haben die Jokers ihr "Vajsbienchen", den Shutoutkönig und Spieler der Saison. Aber hätte Nastiuk einen deutschen Pass und keine Verletzungspause gehabt, wäre er auch ein Kandidat für diesen Titel (immerhin beste Fang- & Gegentorquote der Liga) gewesen. Geschenkt. Beide Goalies müssen in den Playoffs sowieso neu beweisen, was sie wert sind. Die Abwehrreihen nehmen sich defensiv nichts, zählen zu den besten der DEL2, jedoch ist unser Verbund deutlich produktiver in der Offensive. Auch hier gilt aber, der Beweis muss in den Playoffs neu erbracht werden. Genauso verhält es sich natürlich bei der Offensive, die bei uns auf deutlich mehr Schultern verteilt ist als bei den Buron Gracel's aus dem Allgäu. Sorry, wenn wir uns wiederholen, zählt halt nur nix, weil alles wieder bei Null beginnt. Also Finger weg vom Kommodenlack, klarer Fokus auf die Aufgabe und pünktlich liefern!

Kaufbeuren hat nix zu verlieren, außer Spiele und davon bitte möglichst 4. Da wir hier kein Rommé spielen, sondern Hockey, wird ihnen der Joker schon mal nix nützen. Morgen gilt, nach der langen Pause gut reinzukommen und von Anfang an zu zeigen, dass man das Halbfinale mehr will als die ByeBye-Connection vom Berliner Platz. Das erste Heimspiel der Saison, was man 5:1 gewinnen konnte, war übrigens auch ein Dienstagsspiel, ein gutes Omen, welches wir gerne in die Serie übertragen.

Ein entscheidender Faktor in den Playoffs wird auch ganz sicher die Disziplin und damit das Thema Special Teams sein. Wir alle kennen Jeff Szwez noch aus der letzten Spielzeit und wenn ein Team weiß, wie man den Psycho-Sheriff zum Ausrasten bringt, dann sicher wir. Es wird spannend sein zu sehen, ob man sich dies zusätzlich zu Nutze macht, der Bursche folglich wieder Nerven zeigt und damit sein eigenes Team "szwezt". Die SZ(wez) wird sicher darüber berichten.

So ganz nebenbei: Das wir in den Playoffs zuhause im so clubfarben-treuen Schwarz spielen, hat zumindest den Vorteil, dass der Gegner ständig schwarz sieht. Nun müssen wir nur noch so spielen, dass es sich im Kopf der Jokers einbrennt. Und zwar so deutlich, wie die bisherige Playoff-Viertelfinal-Bilanz des ESVK. Nicht nur, dass sie vor 10 Jahren an uns im Viertelfinale der Oberliga gescheitert sind, nein, sie haben auch noch nie eine Viertelfinal-Serie der 2. Liga für sich entschieden. Aber das ist sicher nicht mehr in den Köpfen, ganz bestimmt nicht. Wie könnte es auch, redet ja niemand davon. Zweimal zuletzt als 5. im Viertelfinale ausgeschieden, auch so ein Fakt, den sicher niemand mehr im Kopf hat. Hat doch keiner mehr vor Augen oder liebe Kaufbeurener? Denkt doch keiner mehr an 2011 oder 2012, stimmts? Richtig so. Das 0:4 gegen Schwenningen und das 2:4 gegen Rosenheim ist doch längst vergessen bei den vielen Playoffserien, die seither folgten.

Nun aber genug von Kaufbeuren. Bei uns wird es Zeit für den Presslufthammer. Jetzt gilt es, sämtliche Topdrittel dieser Saison zusammenzusetzen und jedes Spiel Minimum 60 Minuten volle Leistung abzuliefern. Es zählen nur noch Siege. Also ordentlich Cook-idend angerührt, damit dem Kasperlü die Dritten wackeln, schön Macholda-Beeren gepflückt, damit genug Tinte auf dem Füller ist, einen großen Vorrat Sachertorte eingelagert, damit der Gegner schön vernascht werden kann, schön den Garten auf Vordermann gebracht, damit die Grillparty steilgehen kann, den Zaun(er) ordentlich justiert, damit er nix durchlässt und stabil steht, den Rupprich wieder in der Monster AG angemeldet, damit er seine Bestimmung auf's Neue entdeckt, Kevin nicht ganz allein zuhause lassen und einen großen Baum vor der Türe gepflanzt, den Sieges-Ville gezeigt und damit die Fin(n)ish-Line verbreitern, den Davidek schnell zum schlimmen Finger gemacht, den Käpt'n auch noch rausgekramert, zum Schutz zusätzlich den Billyboy übergestülpt und fertig ist die Playoff-Laube. Und wenn das alles nichts hilft, haben wir ja immernoch den Bus!

Wir haben Blut geleckt - Lasset die Spiele beginnen - Playoffs 2017 - Bis(s) zum Schluss!

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