Dienstag, 25. April 2017

Ein Niederbayer als Eislöwen-Dompteur?

Wieso net...

Aktuell ist er einer der am heißesten gehandelten Trainer. Franz Steer. Egal ob Regensburg, Tölz, Riessersee, Crimmitschau oder Dresden, überall fällt immer wieder sein Name.

Der 59-jährige Geisenhausener war als Spieler für die Preussen und Eisbären in Berlin aktiv, zudem natürlich für seinen Heimatverein EV Landshut. Seine Trainerkarriere begann er dann vor 18 Jahren, wo seine Spielerkarriere endete, in Erding. Dort leitete er bis 2007 über 8 Jahre die Geschicke und empfahl sich für höhere Aufgaben. 2008 übernahm er dann Mitten in der Saison ausgerechnet den Landshuter Erzrivalen Rosenheim und führte die Starbulls allen anfänglichen Abneigungen und Kritikern zum Trotz in die 2. Liga. Dort gelang ihm mit seinem Team jede Saison der Einzug in die Playoffs, ohne dabei auf einen üppigen Etat zurückgreifen zu können. Höhepunkt war sicherlich der DEB-Pokalsieg 2011 und die Vizemeisterschaft 2012, in der man ausgerechnet an besagtem "Erz-Feind" Landshut scheiterte. Auch wenn er in seiner 9. Spielzeit in Rosenheim aufgrund des Misserfolges kurz vor der finalen Playdown-Serie entlassen wurde, hat er sich in Rosenheim aufgrund seiner akribischen Arbeit und fachlichen Qualität zum absoluten Trainerfuchs entwickelt und sich viel Wertschätzung sowie Sympathie erarbeitet. Stets fähig, Stars und junge Talente gleichermaßen zu fordern und zu fördern und erfolgreiches, schnelles Eishockey spielen zu lassen, ohne von Kooperationen abhängig zu sein.

All das sind Punkte, die ihn zu einem interessanten Kandidaten für den Trainerposten bei den Eislöwen machen. Wieso sollte ein Bayer nur aufgrund seines Dialektes weniger nach Sachsen passen, als ein Kanadier, Tscheche oder Finne? Wir werden es wohl spätestens in einer Woche wissen, wer den begonnenen Weg von Bill Stewart mit den Eislöwen fortsetzen wird. Namen geistern viele durch die Gerüchteküche, doch der heißeste Topf dampft wie der Franz an der Bande...

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