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Mittwoch, 10. Mai 2017

Habemus Lanista - Trainer Steer statt Trainer-Star...

(Eishockey-)"Papst" Franziskus übernimmt bei den Eislöwen!

Eingesetzt von "Komm-Erzbischof" Volker dem Schnabeligen, ist der "heilige" Franz Steer ab sofort Trainer der Dresdner Eislöwen. Doch nun drehen wir bitte nicht durch und genauso wenig schreiben wir niemanden vor Amtsantritt schon wieder weg. Er ist kein Wunderheiler, kein Übertrainer, kein Messias oder Erfolgsgarant. So etwas gibt es nicht. Aber bei Franz Steer weiß man eines ganz sicher. Man bekommt einen absoluten Eishockey-Fachmann, einen akribischen Arbeiter, einen leidenschaftlichen Lehrer und humorigen Grantler, gefangen im Körper eines niederbayrischen Hulks.

Steer steht für leidenschaftliches, kampfbetontes Eishockey mit bestenfalls 4-Reihen-Rotation. Er setzt auf junge Spieler, hat aber auch ein gutes Händchen für Kontingentspieler und hat schon so einige Cracks zu "Stars" oder "Steers" gemacht. Nach 9 überwiegend erfolgreichen Jahren als eigentlich "verhasster" Landshuter Erzrivale in Rosenheim, hat er sich mit dem wichtigen Aufstieg in die 2. Liga, dem DEB-Pokalsieg, einer Playoff-Finalteilnahme und Vizemeisterschaft, sowie 3 Halbfinal-Teilnahmen viel Kredit und Anerkennung erarbeiten können. Nur in der vergangenen Saison gelang nicht der Einzug in die Playoffs und so wurde er zum wohl unsinnigsten Zeitpunkt vor Beginn der entscheidenden Playdown-Serie beurlaubt. Jetzt haben sich die Eislöwen die Dienste der wohl ehrlichsten Haut in der DEL2 gesichert, die auch ideal zum Standort zu passen vermag. Man hat nicht den dicksten Etat, möchte aber oben mitspielen. Man möchte das Potential im eigenen Nachwuchs weiterentwickeln und auf Dauer eigene Talente integrieren. Dabei trifft sich in Dresden ein Duo wieder, was bereits in Rosenheim von 2013 bis 2016 erfolgreich agiert hat und sich bereits aus aktiven Spielerzeiten kennt, wenn auch aus unterschiedlichen Generationen. Jochen Molling war in Rosenheim hauptamtlicher Nachwuchstrainer und betreute zudem ein Jahr die U-17 Nationalmannschaft gemeinsam mit Sven Felski, bevor er in der letzten Saison den Nachwuchs des ESC Dresden übernahm und gleichzeitig als Co-Trainer für Bill Stewart fungierte.

Erfolg ist nicht planbar, aber mit Franz Steer hat man zumindest einen Trainer verpflichten können, der zu den erfolgreichsten Vertretern seiner Zunft in Deutschland gehört und ein hohes Ansehen genießt. Etwaige Sprachbarrieren dürften auch nicht größer sein als bei einem englisch-sprachigen Übungsleiter und nachdem ja normalerweise eher Sachsen in Bayern arbeiten, drehen wir den Spieß jetzt eben einmal um. Also Grias di Franz, Habe die Ehre. Pack ma's!

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