Dienstag, 9. Mai 2017

Hai... Wo?

Eislöwen wollen kleinen Hai zum großen Brüller machen!

Das ist mutig, das ist vielleicht auch richtig clever, es zeigt aber auf jeden Fall, dass wir wohl einen Trainer bekommen, der sich mit dem Nachwuchs beschäftigt und nicht zuletzt ist es auch ein kleines Zeichen an den ehemaligen Kooperationspartner, der ja nun lieber mit dem DEL2-Meister zusammenarbeiten möchte. Ein Fingerzeig in vielerlei Hinsicht also. Doch was ist eigentlich passiert?

Die Eislöwen haben sich eines der Toptalente der Kölner U-19 (DNL) gesichert. Sicherlich noch kein Mick Köhler, aber Mike Glemser zählte vor allem in der DNL-Endrunde zu den auffälligsten Offensivspielern im Kader der Junghaie. Zukünftig wird der gebürtige Schwabe die Schlittschuh für die Eislöwen schnüren. Der Linksschütze, Jahrgang 1997, durchlief den Nachwuchs in Bietigheim, bevor er mit 15 ins DNL-Team der Rheinländer wechselte. Dort entwickelte er sich körperlich und spielerisch zu einem wichtigen Bestandteil im Kader und wurde wie Valentin, Faber, Köhler, Dumont und Weitzmann bereits perspektivisch für die Profis lizenziert. Glemser könnte als durchaus giftiger Spieler bezeichnet werden, der Zweikämpfe nicht scheut, aber vielleicht noch etwas an der Grunddisziplin zu arbeiten hat.

In Essen durfte der 19-jährige bereits letzte Saison kurz für ein Spiel Oberligaluft schnuppern und bekommt nun die große Chance, sich direkt in der DEL2 zu beweisen. Ein Perspektivspieler für die 4. Reihe, der durchaus die Rolle von Ludwig Wild übernehmen kann und als ehemaliger U-18-Nationalspieler gehöriges Entwicklungspotential aufweist.

Damit dürfte auch klar sein, dass die Eislöwen keinen Kooperationspartner in Aussicht haben, der viele Spieler liefern kann. Sowieso wäre es clever, sich von der Abhängigkeit von Kooperationspartnern zu lösen und dem Nachwuchs (bald auch dem eigenen) über alternative Wege eine Chance zu geben. Mike Glemser ist der 11. Spieler im Kader für die neue Saison. Willkommen in Dresden!

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