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Freitag, 23. Juni 2017

Schach "Matt"!

Eislöwen gelingt zweiter Schachzug bei den Importstellen...

Mit Matt Siddall haben die Eislöwen nun auch im Angriff ihre erste Kontingentstelle besetzt. Der 32-jährige Flügelstürmer kommt von EBEL-Club Graz 99ers an die Elbe. Mit dem Kanadier holt Steer einen sehr erfahrenen und treffsicheren Angreifer, der sich über die letzten Jahre vor allem in der EBEL einen guten Namen gemacht hat.

Siddall wurde in North Vancouver, British Columbia, Kanada geboren und begann seine Karriere zuhause in der BCHL (British Columbia Hockey League), ehe es ihn ans College verschlug. Vier Jahre spielte er für die Northern Michigan University in der renommierten NCAA. Dort empfahl er sich gleich für die AHL, konnte sich jedoch nicht auf Anhieb bei den Chicago Wolves durchsetzen und spielte vermehrt in der ECHL bei den Gwinnett Gladiators. Nach 2 Jahren wechselte Siddall zur Konkurrenz und heuerte bei den Victoria Salmon Kings an. Nach insgesamt 4 Spielzeiten in der ECHL ging es für ihn über den großen Teich zunächst nach Großbritannien zum schottischen Erstligisten Fife Flyers in die EIHL, wo er mit dem letzten Trainer von Eislöwen-Neuzugang Shawn Boutin, Coventry's Danny Stewart, zusammenspielte und sogar als Assistenztrainer fungierte. Doch lange hielt es ihn nicht auf der Insel. Bereits zur Saisonhalbzeit führte ihn sein Weg weiter in die EBEL, wo er das Team von Zagreb als Ersatz für einen verletzten Stammspieler verstärkte und Platz 2 sowie das Playoff-Halbfinale erreichte. Danach erkundete der Rechtsschütze für 2 Spielzeiten die italienische Liga und feierte zum Abschluss 2014 die Meisterschaft und den Pokalsieg mit Ritten, bevor er in die EBEL zurückkehrte. Nach einer durchschnittlichen Saison in Innsbruck, wo er bereits mit seinem neuen Eislöwen-Teamkollegen Alexander Höller zusammenspielte, fand er in Dornbirn bei den Bulldogs sein Glück und mutierte spätestens dort zum ligaweit gefürchteten Topscorer. Im Dezember letzten Jahres ersetzte der 1,85 m große und über 90 kg schwere Siddall dann den verletzten Stephen Werner bei den Graz 99ers, übrigens auch ein Ex-Spieler von Franz Steer.

Nun schließt sich Siddall den Eislöwen an und findet vielleicht im schönen Dresden endlich das richtige Gesamtpaket, um den Status des Wandervogels abzulegen. Der 2004 (damals gab es so Topdrafts wie Ovechkin und Malkin) von den Atlanta Trashers gedraftete Offensivspieler gilt nicht nur als Stürmer mit gutem Scoring-Touch und dem Riecher für gefährliche Situationen, er bringt auch viel körperliche Präsenz und Temperament mit. Der Mann mit der Lieblingsnummer 39 gilt als aggressiver und emotional gesteuerter Spieler, der Checks fährt und sich auch vor Fights nicht scheut. 1.771 Strafminuten in 765 Spielen sprechen eine ebenso klare Sprache, wie seine 280 Tore und 320 Vorlagen. Wenn er seine Energie, Leidenschaft und physische Kraft auch in Dresden auf das Eis bringt und dazu wie gewohnt punktet, kann Siddall mit seiner Erfahrung und Ausstrahlung nicht nur in jedem Spiel den gewissen Unterschied machen, sondern auch schnell zum Publikumsliebling avancieren, da die Fans in Dresden förmlich nach solch emotionalen Spielertypen lechzen.

Herzlich willkommen in Dresden und viel Erfolg in Blau und Weiß.

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