Sonntag, 27. August 2017

Carmen Nebel zum Eislöwen-Spiel: Da "Finnisch" einige Kritikpunkte...

Jukurit zeigt den Eislöwen die Problemstellen auf!

Ah... Oh... Wow... um mal kurz das prunkvolle Feuerwerk nach Spielende zu umschreiben, doch stellen wir die Uhren etwas zurück.

Zweiter Test und zweite Niederlage, so gesehen nix neues. Aber das Duell gegen das finnische Eliteteam aus Mikkelin brachte viele neue Erkenntnisse. Ok, Überzahl hat man immer noch nicht trainiert und die Reihen sind noch im Übungsmodus, jedoch fiel schon positiv ins Gewicht, wie leidenschaftlich das Team Zweikämpfe führt. Besonders Siddall, Pielmeier und Davidek bilden dabei die Schmerzfraktion. Nach anfänglichen Wacklern zeigte auch Goalie Marco Eisenhut zum ersten Mal sein Talent und ließ den Schmetterling mehrmals ordentlich fliegen. Das wird was.

Natürlich überwiegen aber die Baustellen, die von den Finnen nach Stotterstart auch gnadenlos offengelegt wurden. Im ersten Drittel wusste Dresden durchaus noch zu gefallen, war unbequem und hielt das Spiel ohne erkennbaren Klassenunterschied offen, doch im Mitteldrittel dominierte Mikkelin nach Belieben alle Zonen, spielte die Eislöwen im eigenen Drittel fest und offenbarte einige Abstimmungsprobleme und Zuordnungsschwächen der Hausherren. Man konnte so zwar immerhin etwas das Unterzahlverhalten üben, durfte sich aber vor allem bei Eisenhut bedanken, dass es nicht deutlicher wurde.

Im Schlussabschnitt gab es noch etwas Aufbäumen, doch es blieb beim hochverdienten Erfolg der Nordmänner, die taktisch clever agierten und mit Litvinov ein attraktives Finalpaar abgeben werden.

Fazit: Emotion, Leidenschaft, Bereitschaft und Willen passen, aber es braucht Zeit, System und Abläufe zu verinnerlichen bzw. als Team Automatismen zu entwickeln. Somit ist es perfekt, im nächsten Test gleich wieder auf einen starken Gegner zu treffen, der Fehler klar aufdeckt und für Aha-Effekte sorgt.

P.S.: Bitte verzichtet zukünftig auf den "weißen Nebel wunderbar". Die geschulten Fanaugen, sehen durchaus gern den Puck im Spiel und können, wie sicherlich auch die Spieler, auf den Duathlon aus Eishockey und Eisdisco verzichten.

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