Donnerstag, 17. August 2017

"Junior-Förster" komplettiert Eislöwen-Angriff!

Der DEL2-Club sichert sich die Dienste des deutschen "Mini-Bäckströms"...

Mit der Verpflichtung von Cedric Schiemenz haben die Dresdner Eislöwen kurz vor Saisonstart einen kleinen "Transfer-Coup" gelandet. Der 18-jährige Center gilt als eines der größten Eishockey-Talente in Deutschland, wurde im vergangenen Jahr im CHL-Draft in der ersten Runde an 50. Stelle gezogen und spielte 20016/2017 für die Kitchener Rangers in der renommierten Ontario Hockey League, kurz OHL.

Das er jetzt bereits nach Deutschland zurückkehrt, überrascht auf den ersten Blick ein wenig, da der hochtalentierte Spielmacher vor einem Jahr schon als heißer Anwärter auf einen späteren NHL-Draft galt. Doch Schiemenz, der den kompletten Nachwuchs bei den Eisbären Berlin durchlaufen hat, muss sein eigentliches Etappenziel AHL zunächst hinten anstellen und die Möglichkeit suchen, sich in Deutschland für die DEL zu empfehlen. In der OHL wusste er als Neuling durchaus zu überzeugen. Besonders in der Vorbereitung glänzte der Linksschütze als Scorer, kam dann in der regulären Saison aber nicht über 9 Scorerpunkte in 49 Spielen hinaus, was für einen Rookie in einer derart stark besetzten Liga zwar nicht schlecht, aber eben keinesfalls herausragend ist und so konnte er nur bei der U-18-WM als drittbester deutscher Scorer richtig positiv in Erscheinung treten, wenngleich er mit dem DEB-Team den Wiederaufstieg in die A-Gruppe deutlich verpasste. Bei den Kitchener Rangers ist in der neuen Saison nun kein Platz mehr für ihn, da nur 2 Importspieler pro Kader aus dem Import-Draft zulässig sind und die Rangers bereits beide Positionen besetzt haben. Schiemenz zählte nicht zu den Top-6-Spielern und durfte auch nur selten in den Special-Teams ran. So erklärte man dem Spieler, dass er zwar viel Talent besitzt, selbiges jedoch woanders effektiver zum tragen kommt als bei den Rangers, wo man auf andere Spieler setzen möchte. Daraufhin wurde das Vertragsverhältnis zwischen Club und Spieler beendet und Schiemenz kehrte im Sommer nach Berlin zurück, wo er unter anderem ein Development Camp der Eisbären Berlin und LA Kings absolvierte, um sich Clubs für einen Vertrag anzubieten.

Nun hat er ein Team gefunden und schließt sich den Dresdner Eislöwen an, komplettiert vorerst den Sturm als 12. Angreifer und könnte sich noch als Top-Rookie entpuppen, der Steer nicht nur sein geliebtes 4-Reihen-System ermöglicht, sondern dem Kader auch qualitativ noch mehr Breite verleiht.

"Ceddi", so sein Spitzname, erweckte bereits mit 4 Jahren erstmals das Interesse der Medien, als er zur Titelfigur des B.Z.-Zeitungsartikels „Ceddi, der Prinz der Preussen“ mutierte. Damals erfüllte die B.Z. weihnachtliche Kinderträume, wie den des kleinen Cedric, der als Knirps in der Deutschlandhalle mit den Eishockey-Stars der Capitals trainieren wollte und die Preussen-Profis dann dabei ganz schön ins Schwitzen brachte. 14 Jahre später hat der Stürmer bereits 23 Spiele für diverse U-Nationalmannschaften des DEB absolviert und verzeichnete dabei starke 8 Tore und 9 Assists. Nach der langen Zeit im Eisbären-Nachwuchs und vor dem einjährigen Kanada-Abenteuer schloss sich Schiemenz der Red-Bull-Akademie an und ließ sich eine Saison in Salzburg ausbilden, was nicht ganz unbedeutend für die Ebnung des späteren Weges in das Mutterland des Eishockeys war.

Trotz der vielen Lorbeeren und Lobpreisungen der letzten zwei Jahre, ist der junge Mann aus dem brandenburgischen Glienicke kein Freund des Hypes um seine Person, sondern ein sehr bodenständiger Typ, der den Rummel am liebsten meidet. In Dresden findet er mit dem Trainerteam und den vielen Talenten im Kader das perfekte Umfeld, um sich weiterentwickeln und seinem Ziel näherkommen zu können. Herzlich willkommen in Dresden Cedric.

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