Freitag, 22. September 2017

Meister-Prüfung am Main...

Steer-Team ist beim Champion gefordert!

Der harte Auftakt der Eislöwen findet eine würdige Fortsetzung. Heute müssen die Jungs um Kapitän René Kramer beim amtierenden Meister Löwen Frankfurt antreten. Dabei wird man erneut auf Davidek und Stefaniszin verzichten müssen, kann aber ansonsten auf den gesamten Kader zurückgreifen. Die Frankfurter sind wie schon in der letzten Saison die durchschlagkräftigste Offensive der Liga, legten direkt am ersten Wochenende 11 Tore in die Waagschale, zeigten sich aber auch gewohnt anfällig in eigener Zone. Topgoalie Brett Jaeger wird den Bankstädtern längere Zeit fehlen und dafür wird wohl Proske das Tor hüten. Gardner wird clever genug sein, Weitzmann gegen sein Ex-Team nicht einzusetzen, andernfalls riskiert er einen übermotivierten Torhüter und leichtere Gegentore, hofft Steer doch aufgrund ausgemachter Schwächen auf einen Einsatz des Kölner Förderlizenzspielers. Aber auch so gibt es ein großes Klassentreffen mit ehemaligen Kollegen. Egal ob Pat Jarrett, Vlad Filin, Eric Stephan, die ehemaligen Fölis Dumont und Valentin oder auch das Wiedersehen von Steer mit den Cracks Wade MacLeod (aktueller Topscorer mit 5 Punkten) und C.J. Stretch, die er als kongeniales Duo in Rosenheim zu DEL2-Stars formte, man kennt sich halt.

Schaut man auf die Fakten, ist auffällig, wie offensivstark der Meister auftritt. Bereits 85 Schüsse ließen MacLeod und Co. auf das gegnerische Tor regnen, satte 33 mehr als Dresden. Ein beeindruckender Wert, aber dafür krankt das defensive Spiel. Sowohl 5 gegen 5, als auch in Unterzahl ist Frankfurt wenig meisterlich und offenbart einige Angriffspunkte. Gelingt es den Eislöwen, die eigene Zone gut zu sichern und den Forecheck der Hausherren clever zu durchbrechen, hat man gute Möglichkeiten, den Meister zu ärgern. Die oberste Priorität hat dafür die Disziplin. Gegen Frankfurt sollte man sich nicht nur auf seine Special-Teams verlassen, sonst ist man schnell verloren. Harte Arbeit, harte Zweikämpfe, schnell denken und agieren sind Grundvorraussetzungen, um in der Nauheimer Vorstadt bestehen zu können. Dazu braucht man eine starke Torhüterleistung, die man Marco Eisenhut aber auch zutrauen kann. Ist die Defensive im Slot aggressiv bei den Rebounds und verteidigt die Linie aufmerksam, kann Frankfurt ruhig 40 Schüsse anbringen, die Qualität der Schüsse wird es letztlich eher entscheiden. Da zeigten die Eislöwen ihrerseits für blau-weiße Verhältnisse eine überraschend hohe Effizienz und sollten diese gegen das hessische Spitzenteam tunlichst weiter abrufen.

Es hängt also von vielen Faktoren ab, den Topfavoriten auf den Titel knacken zu können, aber wir haben alle Zutaten im Kader und somit auch einen Bus mit Leuten, die das interessiert, um Steer nach einer Saison ohne Erfolg gegen Frankfurt wieder ein Erfolgserlebnis zu bescheren. Auf geht's Eislöwen!

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