Samstag, 30. September 2017

Nach dem "Bad Day" ist vor Bad Tölz!

Eislöwen wollen in Bad Tölz das Wochenende retten...

Man hatte in Dresden eigentlich die Hoffnung auf ein potenzielles 6-Punkte-Wochenende, doch dieses Thema war bereits nach dem schwachen Heimspiel gegen Heilbronn gegessen. Somit zählt für Sonntag nur die bestmögliche Schadensbegrenzung. Doch das Spiel in Bad Tölz wird auch kein Selbstläufer. Man kann eigentlich nur verlieren, denn bislang hat Tölz null Siege und null Punkte eingefahren. Es gilt also zwingend zu verhindern, nun ausgerechnet die erste Mannschaft zu sein, die das ändert.

Bei den Tölzern geben die Importspieler Vihko, Rodman und Lakos den Ton an. Der nominell stärkste Importspieler Vänttinen ist jedoch verletzt und so ist die Offensive längst nicht mehr so durchschlagskräftig, wie noch zu Beginn der Vorbereitung, als viele die Tölzer schon vorschnell zum Geheimtipp machten.

Zudem haben die Tölzer ein Abwehrproblem, beginnend beim Torhüter und endend beim miserablen Penalty Killing. Mit Andreas Mechel hat man einen eigentlichen DEL2-Backup zur Nummer 1 gemacht. Gerade als Aufsteiger braucht man einen überragenden Schlussmann und der ist Mechel aktuell mit einer Fangquote von 81,94% nicht, hat aber auch keinen Verbund vor sich, der ihm das Leben leichter macht. So kassierte Bad Tölz bereits 29 Gegentore (schlechtester DEL2-Wert) und ist vor allem in Unterzahl anfällig für gegnerische Treffer. Weniger als 70% der Unterzahlspiele beenden die bayrischen Löwen ohne Torsirene für den Kontrahenten. Das gilt es morgen zu nutzen. Die Eislöwen müssen viele Abschlüsse suchen, schnell agieren, die neutrale Zone beherrschen, den Gegner mit Wucht überrennen und ihn zu Fouls zwingen. Dafür gilt es aber, die vielen technischen Fehler an der Scheibe abzustellen und mit Selbstvertrauen nach vorne zu spielen.

Da wir bislang auswärts unser Potenzial zumindest im spielerischen Bereich deutlich besser abgerufen haben als zuhause, kann man nur hoffen, dass dies trotz des Favoritenstatus auch in Bad Tölz so bleiben wird und im Gegensatz zu den unnötigen Niederlagen in Kassel und Frankfurt nun erstmals auch mit Punkten, möglichst in dreifacher Ausführungen, belohnt wird.

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