Mittwoch, 6. September 2017

"Steerken & Szwezen"

Eine erste Bilanz nach 4 Wochen Vorbereitung

Teamstatistiken Dresdner Eislöwen

Spiele: 5
Siege: 1
Tore: 14 (2,8/Spiel)
Gegentore: 21+1 Penaltyschießen (4,2/Spiel)
PP-Tore: 5 (36% der erzielten Tore)
UZ-Gegentore: 9 (43% der kassierten Gegentore) Strafminuten: 74 (14,8 pro Spiel)

Spielerstatistiken Dresdner Eislöwen

Topscorer:
Huard (4 Tore, 2 Assists) 6 Punkte
Höller (1 Tor, 3 Assists) 4 Punkte
Hanusch (3 Tore) 3 Punkte
Rajala (3 Assists) 3 Punkte
Macholda (3 Assists) 3 Punkte
Schiemenz (1 Tor, 1 Assist) 2 Punkte
Davidek (1 Tor, 1 Assist) 2 Punkte
und 7 weitere Spieler mit jeweils einem Punkt.

Die beiden Goalies haben bislang einen Schnitt von 4,0 (Eisenhut) bzw. 4.4 Gegentoren pro Spiel.

Zwischenfazit:

Die Offensive ist nicht das Problem, auch wenn von den Kontis bislang nur Huard wirklich angedeutet hat, was er kann und sich bereits an Eis und Spielweise gewöhnt hat. Das Powerplay ist besser, als aktuell schon zu erwarten war, auch dank Hanusch und Huard, dafür krankt aber die Unterzahl gewaltig und in Verbindung mit der relativen hohen Anzahl an Strafminuten ist das ein Hauptpunkt für Gegentore. Der Spielaufbau hakt, vor allem aufgrund der vielen Fehler im Puckvortrag und Passspiel. Der ganze Defensivverbund wackelt noch gehörig. Man hat immer mindestens 3 Gegentore kassiert, egal ob man mit Erst- , Zweit- oder Drittligisten die Schläger kreuzte. Automatismen und Routine müssen sich eben erst entwickeln. Das Backchecking ist ausbaufähig und es braucht einfach ein ganzes Team in Topform, um erfolgreich zu sein. Das schließt die Torhüter mit ein. Beide benötigen noch Rhythmus, müssen mehr Sicherheit ausstrahlen und an Stabilität gewinnen. Eisenhut hat aber angedeutet, dass er den Unterschied machen kann (Stichwort Mikkelin). Ruft er das konstant ab, haben wir da keine Baustelle. Es gilt daran zu erinnern, dass man Anfang letzter Saison zwischenzeitlich schon dachte, mit dem formschwachen Nastiuk unterzugehen. Es kam dann ganz anders.

Bei Rajala sieht man bislang leider noch keine Verbesserung. Tore Fehlanzeige, wirkt weiterhin nicht wirklich integriert - Fremdkörper. Siddall ist definitiv der Aggressive Leader, der zusammen mit Pielmeier viel Energie aufs Eis bringt. Beide müssen aber spielerisch und im Scoring zulegen. Gerade als Konti musst du in dieser Liga beständig punkten. Boutin war bislang offensiv unauffällig, aber dafür defensiv einer der überzeugendsten im Verbund mit Kapitän Kramer. Davidek ist noch weit hinter seiner Form vor der Handverletzung. Aber das muss nichts heißen. Man merkt den meisten eben an, dass sie noch auf der Suche sind in diesem System. Gleiches gilt auch für Grafenthin. Gewinner der bisherigen Vorbereitung sind Huard, Rupprich und Höller. Rupprich hat in der 4. Reihe einen tollen Job gemacht und die zwei Youngster Schiemenz und Walther perfekt an die Hand genommen. Die beiden waren auch dadurch die auffälligsten Neulinge unter den Jungen. Auch DNLer Arne Uplegger war erfrischend, aber wird wohl, wie zuletzt schon, zunächst in der laufenden DNL-Saison mehr gebraucht als bei den Profis.

Was definitiv im Team passt, ist der Charakter, die Einsatzbereitschaft, das Tempo und Laufspiel. Wichtige Grundvoraussetzungen für Steer-Hockey. Die Disziplin bedarf noch eines kleinen Upgrades. Bei aller Intensität muss man einfach etwas cleverer agieren. Findet man sich innerhalb der nächsten 3-4 Wochen auch auf dem Eis und harmoniert in jeder Reihe, kann das richtig erfolgreich werden. Gelingt es nicht, wird man sich sehr strecken und möglicherweise auch kadertechnisch noch reagieren müssen.

Für den Zeitpunkt gilt aber, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und niemand konnte erwarten, dass man mit 11 neuen Spielern, 3 neuen Imports und 2 neuen Goalies nach 4 Wochen alles und jeden in Grund und Boden spielt. Geduld, Vertrauen und schauen... wie es sich entwickelt.

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