Dienstag, 2. Januar 2018

Der letzte Monat des Jahres 2017 in Zahlen...

Die Dezember-Bilanz der Dresdner Eislöwen!

Der letzte Monat des Jahres 2017 in Zahlen... Die Dezember-Bilanz der Dresdner Eislöwen!

Auch wenn das Jahr mit dem Sonderzug-Sieg sehr emotional und erfolgreich endete, so war es der bislang schwächste Monat der Saison. Zwar konnten die Eislöwen zuhause den Zuschauerschnitt stark anheben, jedoch ist dies bei einem Derby und 2 Weihnachtsspielen auch kein Kunststück, im Gegenteil. Die 1.784 Zuschauer gegen Bayreuth Anfang Dezember stellten eine der schwächsten, wenn nicht die geringste Dezember-Kulisse der letzten Jahre dar. Immerhin konnte sich gegen unterbesetzte Bayreuther Marco Eisenhut aber endlich mit dem wohlverdienten 1. Shutout belohnen. Eisenhut war neben Dominik Grafenthin, Tadas Kumeliauskas, Steve Hanusch, Kapitän René Kramer, Steven Rupprich und Timo Walther (nach seiner Rückkehr von der U20-WM) einer der wenigen Lichtblicke in einem Monat, der letztlich nur 10 Punkte abwerfen sollte. Nur 3 von 10 Spielen konnten gewonnen werden. Besonders zuhause fiel das Team nach dem Derbysieg gegen Weißwasser in ein regelrechtes Loch.

Das Hauptproblem war dabei die fehlende Durchschlagskraft, sowohl im Angriffs-, als auch speziell im Überzahlspiel. So litt auch das ansonsten starke Unterzahlspiel unter dem Misserfolg. Die Gesamteffizienz der Special Teams lag erstmals deutlich unter der 100%-Marke, die ein Topteam stets anpeilen sollte. Man benötigte im Dezember fast 14 Schüsse, um ein Tor zu erzielen und vergab dadurch viele mögliche Punkte und Siege. Das der beste Torschütze lediglich 4 Treffer aufweist, zeigt die große Schwäche der Eislöwen und den Unterschied zu den Spitzenmannschaften aus Bietigheim, Frankfurt, Kassel und Riessersee. Natürlich hat das auch mit Glück zu tun, ist allerdings in erster Linie eine Qualitätsfrage. Nick Huard verlor zum Beispiel sein gutes November-Niveau und blieb ohne eine einzige Torvorlage bei immerhin 4 Torerfolgen. Defensiv fiel zudem Shawn Boutin in längst vergessen geglaubte Muster zurück und produzierte viel zu viele Turnover. Auch Matt Siddall, der Topscorer (10 Punkte) im Dezember wurde, ließ seine Abschlussstärke vermissen, glänzte aber immerhin als Vorbereiter. Tadas Kumeliauskas war offensiv teilweise ein Alleinunterhalter, gewann viele Bullys und setzte sein Mitspieler immer wieder in Szene. Wenn gar nix ging, versuchte er es mit Einzelaktionen, scheiterte aber auch zu häufig. Positiv bei der Abschlussschwäche ist immerhin, dass man mit einer der besten Punkte-pro-Tor-Quoten aufwarten kann. 52 Punkte mit nur 94 Toren sind dann doch ziemlich effektiv, was jedoch in erster Linie der starken Defensive und Eisenhut zuzuschreiben ist.

Das beste am Dezembertief ist, dass man immer noch auf dem 5. Tabellenplatz und damit ergebnistechnisch voll im Soll liegt. Einen weiteren solchen Monat darf sich das Team aber nicht leisten, wenn man die angestrebten Top 6 erreichen möchte, was vom Kader her auch absolut das Ziel sein sollte. Zuletzt blieben zu viele Leistungsträger hinter ihrem Leistungsvermögen zurück. Ein Torjäger wie Harrison Reed wäre jetzt Gold wert, doch der Kanadier wird frühestens im Februar wieder für Pflichtspieleinsätze zur Verfügung stehen und so sind die gefragt, die fit sind. Vielleicht hat der schwer erkämpfte Sonderzug-Sieg neue Kräfte geweckt und Selbstvertrauen gegeben. Gleich die erste Januarwoche wird zeigen, wo die Reise hingehen wird und ob die Eislöwen zu ihrer gewohnten Stabilität zurückfinden können. War man Anfang Dezember noch ein ernsthafter Jäger des Spitzenduos, ist man mittlerweile zum Gejagten der Pre-Playoff-Positionen geworden.

Bleibt noch ein Update zu Juuso Rajala zu liefern, der seine Leihe in Schweden absolviert hat, die von Troja-Ljungby nun vorerst um weitere 4 Spiele verlängert wurde. Seit seiner Ankunft in Schweden konnte das Hinterbänkler-Team immerhin 4 von 5 Spielen gewinnen, offensiv deutlich mehr Kraft erzeugen und sich somit tabellarisch näher an die Playoffplätze heranarbeiten. Rajala gelang dabei im letzten Spiel auch endlich sein erster Scorerpunkt. Somit könnte Rajala der größte Dezember-Gewinner der Eislöwen werden, ohne für sie aufgelaufen zu sein. Wir drücken die Daumen, dass er in Schweden zurück zu alter Stärke und damit sein sportliches Glück findet.

Dezember-Bilanz in Zahlen

Spiele: 10
Punkte: 10
Siege: 3
Punkte/Spiel: 1,0

längste Siegesserie: 2
längste Niederlagenserie: 6

Tore: 25
Tore/Spiel: 2,5
Gegentore: 32
Gegentore/Spiel: 3,2
Schüsse: 345 (13,8/Tor)
gegnerische Schüsse: 312 (9,75/Tor)
Strafminuten: 104 (10,4/Spiel)

Überzahl: 7/47 (14,9%)
Unterzahl: 32/42 (76,2%)
Gesamteffizienz: 91,1%

Goalies in Zahlen (im Dezember)

Eisenhut
Spiele: 10
Fangquote: 90,7%
Saves: 283
Gegentore: 29
Gegentorschnitt: 2,99
Minuten: 580:29
Siege: 3
Shutouts: 1

Schroth
Spiele: 1
Fangquote: 60%
Saves: 3
Gegentore: 2
Gegentorschnitt: 6,00
Minuten: 20:00
Siege: 0
Shutouts: 0

Feldspieler in Zahlen (im Dezember)

Top-Scorer: 10 (Siddall), 8 (Grafenthin)
Tore: 4 (Kumeliauskas, Huard)
Vorlagen: 7 (Siddall), 6 (Grafenthin)
Top-Rookie: 3 (Schiemenz)
Top-Verteidiger: 7 (Kramer, Hanusch)
Plus/Minus: +1 (Kramer, Kumeliauskas, Schiemenz)
spielentscheidende Tore: 1 (Siddall, Huard, Grafenthin)

Zuschauer in Zahlen (im Dezember)

Zuschauer gesamt: 15.936
Zuschauerschnitt: 3.187
Top-Besuch: 4.412 (vs. Weißwasser)
Flop-Besuch: 1.784 (vs. Bayreuth)

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