Mittwoch, 10. Januar 2018

Frische(r) Körner für den Angriff!

Eislöwen reagieren auf Aderlass im Kader...

Nach der jüngsten Verletzung von Stürmer Dominik Grafenthin und dem gleichzeitigen Abgang von Cedric Schiemenz in die OHL zu den Windsor Spitfires haben die Eislöwen noch einmal auf der Flügelstürmer-Position reagiert und ein Talent aus der DEL ausgeliehen. Der 20-jährige Christoph Körner kommt vom Team des Ex-Eislöwen-Coaches Thomas Popiesch, den Fischtown Pinguins, an die Elbe und wird mit sofortiger Wirkung für die Eislöwen auflaufen.

Körner ist ein typischer Steer-Transfer. Jung, entwicklungsfähig, hochtalentiert und willensstark, so mag es der Eislöwen-Trainer. Körner soll die Lücke auf der Flügelposition schließen und dürfte auf DEL2-Niveau dazu auch sofort in der Lage sein. In Bremerhaven absolvierte er in der vergangenen und jetzigen Saison insgesamt 73 DEL-Spiele, erzielte dabei 3 Tore und 4 Assists und erwies sich als DEL-tauglich. Dennoch möchte man ihm in Bremerhaven eine bessere Chance zur Weiterentwicklung ermöglichen und die ist zweifelsohne unter Steer in Dresden gegeben, wie die jüngsten Beispiele um Schiemenz, Walther und Co. zeigen.

Der gebürtige Garmischer durchlief den Nachwuchs in Bad Tölz, wechselte später ins mittlerweile sehr renommierte Nachwuchszentrum von Red Bull Salzburg und zählte stets zu den besten Spielern seines Jahrganges, was ihn dann mit 18 Jahren direkt in die DEL führen sollte. Ursprünglich stand der Stürmer bei den Hamburg Freezers unter Vertrag, kam dann aber nach dem Lizenzverlust bei Föli-Partner und Nachrücker Bremerhaven unter. Jetzt soll, wenn man es etwas böse formulieren will, Steer das erledigen, was Popiesch noch nie gut konnte und in der DEL sowieso nicht erste Aufgabe ist: Spieler entwickeln. Gut für Dresden.

Der groß gewachsene Körner durchlief sämtliche Junioren-Nationalmannschaften, war neben Jakob Mayenschein (SC Riessersee) und Simon Schütz (ERC Ingolstadt) einer der Leader in der U-20 und sammelte bereits internationale Erfahrung bei Junioren-Weltmeisterschaften. In der letzten Saison atmete er in Heilbronn als Förderlizenzspieler bereits DEL2-Luft, wenngleich er nur 2 Mal für die Falken die Schläger kreuzte. Nun darf der Bayer in der sächsischen Landeshauptstadt viel Eiszeit und Erfahrung sammeln.

Körner kommt auf Förderlizenz-Basis nach Dresden und wird den Rest der Saison im Eislöwen-Trikot spielen. Laut bisheriger Statuten der DEL2 wäre der Stürmer allerdings für etwaige Playoff-Spiele nicht spielberechtigt, da ein Förderlizenzspieler mindestens 20 Pflichtspiele am Standort absolviert haben muss, um spielberechtigt zu sein, was nach aktuellem Stand bei nur noch 17 verbleibenden Hauptrundenspielen schlicht unmöglich ist. (oder wir haben eine Neu-Regelung verpasst) Allerdings wäre dafür dann bei gutem Heilungsverlauf Dominik Grafenthin auch wieder einsatzfähig.

Update: Sollte man mit dem Spieler zufrieden sein und Bremerhaven keinen Bedarf an ihm haben, hält man sich die Möglichkeit offen, nach Absprache mit Bremerhaven, für die Playoff-Zeit einen kompletten Transfer des Spielers nach Dresden zu erwirken, um die Regelung zu umgehen. Dies müsste bis Ende Februar passieren, da dann, angepasst an die DEL, das Transferfenster schließt.

Zunächst aber erst einmal Herzlich Willkommen in Dresden.

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