Mittwoch, 17. Januar 2018

Rajala ist nicht mehr da...

Vertragsauflösung als logische Konsequenz!

Irgendwie stand die Verbindung zwischen den Eislöwen und Juuso Rajala von Beginn an unter keinem guten Stern. Von Bill Stewart als Upgrade zu Marcel Rodman und Starspieler der Eislöwen-Zukunft angepriesen, konnte der Finne zwar als Spielmacher immer wieder mit seinen Skills für Aufsehen sorgen, blieb aber letztlich vieles schuldig und war vor allem nie ein Leader, was auch an Sprachproblemen lag. Im Nachhinein wird klar, warum man ihn in Bad Nauheim als Goldhelm während der Saison so bereitwillig hat ziehen lassen. Hatte er dort immerhin noch eine beachtliche Scoringquote von über 1,25 Punkten pro Spiel, fiel diese in Dresden rapide nach unten. In der letzten Saison gelangen ihm aber immerhin 21 Punkte in 20 Spielen und dabei auch 2 Tore, doch seit seinem Overtime-Tor in Ravensburg im Februar 2017 folgte kein weiterer Treffer. Somit steht Rajala auch in gewisser Weise als Sinnbild der Abschlusschwäche des Teams, wenngleich er nicht der einzige mit Ladehemmungen ist.

Bleibt einzig die Frage, warum man nicht schon im Sommer den laufenden Vertrag aufgelöst hat. Doch diese Frage ist sicherlich auch im finanziellen Kontext zu sehen und mit selbigem auch gleich beantwortet. Leider hat es für Club und Spieler auch in neuer Besetzung nicht funktioniert und so kommt man nun zur logischen Konsequenz der Vertragsauflösung. Erkenntnis: Manchmal passt es halt nicht. Wer erinnert sich nicht an die lustlosen Auftritte von Shawn Weller im Eislöwentrikot. Gleicher Spieler ist in Bietigheim seit geraumer Zeit ein Star der Liga.

Mal zum Vergleich die Spielmacher Huard/Rajala in der nackten Statistik.

Rajala
Spiele: 39 (19)
Tore: 2 (0)
Assists: 29 (10)
Punkte: 31 (10)
Punkte/Spiel: 0,79 (0,53)

*() in Klammern die Werte dieser Saison!

Huard
Spiele: 36
Tore: 15
Assists: 11
Punkte: 26
Punkte/Spiel: 0,72


Huard steht zwar ebenfalls in der Kritik, ist aber in seinem ersten Europa-Jahr direkt bester Torschütze in seinem Team. Spielerisch ist Rajala sicher eine Augenweide, aber er hat sein Potenzial letztlich einfach viel zu selten auf die Kufen gebracht. Möglich, dass mit der Rückkehr von Reed im Februar noch ein weiterer Importspieler weichen muss. Denn Reed dürfte dann ebenso wie Kumeliauskas gesetzt sein.

Der effizienteste Scorer ist übrigens der am meisten und oft auch zurecht kritisierte Matt Siddall.

Siddall
Spiele: 29
Tore: 10
Assists: 14
Punkte: 24
Punkte/Spiel: 0,83

Idealerweise scoren jedoch die Importstürmer über einen Punkt pro Begegnung. Viel wichtiger ist aber in dem Zusammenhang auch die Frage, wann deutsche Topspieler wie Höller, Davidek und Pielmeier aus ihrem Tief herauskommen. Pack mas.

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