Dienstag, 13. Februar 2018

Der Anti-Star: Steven Rupprich

Die Nummer 11 der Eislöwen

Er ist ein Spieler, dem seine Punkte-Ausbeute nicht so wichtig ist, aber welcher umso wichtiger für sein Team ist, obwohl oder weil er sich nicht so wichtig nimmt.

Fast unbemerkt hat Steven Rupprich die beste Scoring-Saison seiner Profi-Laufbahn hingelegt. Dank seines Dreierpacks im letzten Derby, gelang ihm erstmals als Profi eine zweistellige Anzahl an Toren in einer Saison. Zuletzt hatte der gebürtige Berliner mit 17 in der DNL zweistellig eingenetzt.

Was viele vergessen, Rupprich ist erst 28, spielt bereits die vierte Saison in Dresden und wird gefühlt jedes Jahr besser. In 205 Pflichtspielen gelangen ihm bislang 36 Tore (allein 11 in dieser Spielzeit) und 48 Assists (allein 15 in dieser Saison).

Die Nummer 11 ist so etwas wie die Allzweckwaffe der Eislöwen. In den letzten Spielzeiten musste er oft in der Kader-Not als Verteidiger ran, besetzte schon jede Position, mal abgesehen vom Tor und wusste überall mit Leistung zu überzeugen.

Er ist einer dieser unverzichtbaren Teamplayer, die jeder Mannschaft gut zu Gesicht stehen, der aktuell zusammen mit Kumeliauskas und Rückkehrer Harry Reed die nominell erste Reihe entlastet und damit der Offensive noch mehr Durchschlagskraft verschafft.

Wir haben mal die letzten sechs Spiele herangezogen, da seitdem ein klarer Aufwärtstrend zu erkennen ist und daher die 2 derzeitigen Top-Reihen beleuchtet.

Erster Angriffsblock
- Huard (6 Spiele, 3 Tore, 7 Assists, 10 Punkte)
- Höller (6 Spiele, 4 Tore, 7 Assists, 11 Punkte)
- Davidek (6 Spiele, 8 Tore, 4 Assists, 12 Punkte)

Zweiter Angriffsblock
- Kumeliauskas (6 Spiele, 4 Tore, 4 Assists, 8 Punkte)
- Rupprich ( 6 Spiele, 4 Tore, 4 Assists, 8 Punkte)
- Siddall (5 Spiele, 0 Tore, 4 Assists, 4 Punkte)
- Reed (1 Spiel, 1 Tor, 2 Assists, 3 Punkte)

Dabei wird deutlich, dass bis auf Siddall, der leider nie wirklich zu seinem Spiel gefunden hat, derzeit alle Spieler mehr als einen Scorer-Punkt pro Partie abliefern und genau das aufs Eis bringen, was sich alle gewünscht haben.

Wenn jetzt noch Garten und Pielmeier aus ihrem Tal heraus- und den Kopf freibekommen, wird uns dieses Team noch sehr viel Freude bereiten. Ein nicht unwichtiger Teil dieses Teams ist dabei definitiv der Anti-Star Steven Rupprich.

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