Freitag, 2. November 2018

Shutout verschenkt...

Eislöwen bleiben aber im Sieg-Modus!

Gratton mutiert zum Löwen-Flüsterer. Die Eislöwen finden langsam ihr Spiel und wirken schlicht entspannter, vielleicht auch weil das Spielkorsett nicht so eng geschnürt ist wie zuvor. Das erste Drittel knüpften die Eislöwen nahtlos an die Topleistung gegen Ravensburg an und dominierten Bad Nauheim beinah nach Belieben. Doch wenn es eine Langzeit-Baustelle gibt, dann die Chancenverwertung. Ohne respektlos sein zu wollen, dieses Spiel kann bereits nach 20 Minuten entschieden sein, wenngleich DEG-Goalie-Talent Hane eine beeindruckende Leistung im Gästekasten bot. So ging es mit einem knappen 1:0 durch Knackstedt in die Pause.

Aus selbiger kam man mit einem typischen JK9. Der Eislöwen-Goldhelm läuft mal wieder durch die gegnerischen Reihen, mimt Slalom-Ass Felix Neureuther und schiebt lässig zum 2:0 ein. Egal ob Genie oder Wahnsinn, so etwas ist Gold wert. Ab Mitte des zweiten Drittels verloren die Eislöwen dann den Offensivdrang, wurden mitunter viel zu passiv, verteidigten aber immerhin leidenschaftlich das eigene Gehäuse, welches erneut sicher vom Form findenden Marco Eisenhut gehütet wurde. Genau in die größte Druckphase der Gäste hinein trifft Zauner dann auch noch zum 3:0. Perfektes Timing.

Im Schlussabschnitt wurde man insgesamt wieder etwas aktiver, konzentrierte sich jedoch überwiegend auf das Konterspiel und somit auf das Verteidigen der eigenen blauen Linie, hatte hinten Eisenhut und dazu auch mal das oft zitierte Scheibenglück, was bisher fehlte. Dennoch bettelte man etwas um das Gegentor, was schließlich auch fallen sollte und Eisenhut den durchaus möglichen und verdienten 2. Shutout in Folge verhagelte. Selbst nach dem Treffer machte sich aber nie das Gefühl breit, dass Spiel könnte noch einmal kippen. Dresden brachte den Dreier letztlich clever ins Ziel und feierte den zweiten Erfolg in Serie.

Fazit: Die Defensive wirkt von Spiel zu Spiel stabiler, Eisenhut wird zudem immer mehr zum erhofften Plus-Faktor im Tor. Offensiv legen die bisherigen Problemkinder leistungstechnisch zu, auch wenn unabhängig vom Ertrag im Powerplay ein kleines Würmchen eingezogen ist. Doch so wie es derzeit ausschaut, bekommt Gratton schneller seinen Stempel aufs Eis, als erhofft. Möge es so weitergehen. Zwei Siege hatten wir schon einmal. Allerdings wirkt die Mannschaft dieses Mal definitiv gefestigter als zuletzt, wenngleich auch bereits wieder eine leichte Tendenz zur Überheblichkeit durchblitzte, die andere Gegner vielleicht bestrafen.

Holt man nun auch noch in Frankfurt zählbares, arbeitet man sich pünktlich zur Länderspiel-Pause wieder an die Top 10 heran. Kurz freuen!

P.S.: Jago darf bleiben. Die Nase hat zwar etwas Überlänge und erzeugt Erinnerungen ans Kentucky Derby, aber der Bursche geht absolut als Löwe durch und macht einen ordentlichen Eindruck. Vielleicht ist es ja auch der nötige Torriecher, der uns bislang noch fehlte. Ein Hoch auf die plüschige Schönheits-Chirurgie.

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